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Deutsches Herzzentrum Berlin

3.000 Organtransplantation am DHZC: starke Ergebnisse bei Herz, Lunge und Herz-Lunge

Einladung zum Fototermin und Medieninformationen

Bitte beachten Sie die Sperrfrist: 29. April 2026, 11.30 Uhr

Das Transplantationsprogramm des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) hat einen besonderen Meilenstein erreicht: Seit Bestehen heutigen DHZC wurden nun mehr als 3.000 Herz-, Lungen- oder kombinierte Herz-Lungen-Transplantationen durchgeführt.

Die 3.000. Organtransplantation war eine Lungentransplantation, die in einer Nacht im Januar erfolgreich bei Steffen S. aus Magdeburg durchgeführt wurde. Im Abstand von nur wenigen Stunden startete auch die Herztransplantation bei der Berlinerin Mehtap C. und damit die 3.001. Organverpflanzung am DHZC.

Wir laden Sie herzlich zum Fototermin ein:

Ort: Deutsches Herzzentrum der Charité, Augustenburger Platz 1, Treppenhaus im 1. OG, 13353 Berlin

Datum/Uhrzeit: Mittwoch, 29. April 2026, 11.30 Uhr

Voraussichtlich anwesend:

• Prof. Dr. Volkmar Falk – Ärztlicher Direktor des DHZC, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie

• Prof. Dr. Christoph Knosalla – Chirurgischer Leiter des Transplantationsprogramms

• Prof. Dr. Felix Schönrath – Kardiologischer Leiter des Herztransplantationsprogramms

• Yaroslav Mykychak, Oberarzt und Kinderherzchirurg am DHZC

• Dr. Paul Schmidt-Hellinger – Leiter Pneumologie und verantwortlicher Oberarzt des Lungentransplantationsprogramms

• Patient Steffen S. – 3.000 Transplantierter am DHZC

• Patientin Mehtap C. – 3.001 Transplantierte am DHZC

Bitte melden Sie sich bei Interesse vorab zum Fototermin an unter kommunikation@dhzc-charite.de.

Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, stellen wir Ihnen sehr gern Bildmaterial vom Fototermin zur Verfügung.

Medieninformationen

Bitte beachten Sie die Sperrfrist: 29. April 2026, 11.30 Uhr

In den Jahren 2021 bis 2025 wurden am DHZC insgesamt 273 Herz-, Lungen- und Herz-Lungen-Transplantationen durchgeführt. Damit zählt das Zentrum zu den größten Programmen dieser Art in Deutschland und Europa.

Viele der am DHZC durchgeführten Transplantationen waren hochkomplex – etwa bei mehrfach voroperierten Patientinnen und Patienten, bei Menschen mit implantierten Herzunterstützungssystemen (VAD) oder, insbesondere vor Lungentransplantationen, unter ECMO-Therapie.

Dennoch liegt die Sterblichkeit sowohl bei Herz- als auch bei Lungentransplantation deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Europaweit führend bei Herz-Lunge

Bei der kombinierten Transplantation von Herz und Lunge war das DHZC im vergangenen Jahr das einzige Krankenhaus in Deutschland mit einem entsprechenden Eingriff. Insgesamt wurden am DHZC zwischen 2021 und 2025 acht kombinierte Herz-Lungen-Transplantationen durchgeführt – ein europaweiter Spitzenwert.

„Transplantationsmedizin ist immer Teamarbeit auf höchstem Niveau. Dieser Meilenstein steht für die Leistung vieler Generationen von Mitarbeitenden und vor allem für die Chance auf ein neues Leben für unsere Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZC und Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am DHZC.

Versorgung aller Stadien

Das DHZC ist als überregionales Herzinsuffizienz-Zentrum zertifiziert und deckt das gesamte Spektrum moderner Herzinsuffizienzmedizin ab – von der spezialisierten Diagnostik und medikamentösen Therapie über interventionelle und chirurgische Verfahren bis hin zu mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen und der Herztransplantation.

Reformen dringend nötig

Angesichts weiterhin niedriger Organspendezahlen in Deutschland setzt sich das DHZC für Reformen in der Organspende ein. Dazu gehören die erneute Diskussion über die Widerspruchsregelung sowie die Einführung der Organspende nach Herz-Kreislauf-Stillstand (Donation after Circulatory Death DCD), die in vielen europäischen Ländern längst etabliert ist.

Ausführliche Informationen zum Transplantationsprogramm des DHZC finden Sie auf unserer Website unter www.dhzc.charite.de/ratgeber/transplantation.

Patientengeschichte: Herr Steffen S.

Der 55-Jährige Steffen S. aus Magdeburg erhielt als 3.000. Transplantierter am DHZC eine neue Lunge. Der Ingenieur war immer sportlich aktiv: er fuhr viel Fahrrad, ging joggen und ins Fitnessstudio. Vor einigen Jahren verschlechterte sich jedoch sein Gesundheitszustand: Er hatte starken Husten, war geschwächt und das Atmen fiel ihm schwerer.

Nach umfangreichen Untersuchungen wurde 2023 eine Lungenfibrose bei ihm festgestellt. Bei dieser nicht heilbaren Erkrankung ist das Lungengewebe chronisch entzündet. Es vernarbt, versteift und verhärtet sich, was die Sauerstoffaufnahme deutlich erschwert.

In den ersten Monaten nach der Diagnosestellung ging es Steffen S. relativ gut. Er hatte starken Husten, konnte jedoch seinen Alltag fortführen und arbeiten gehen. 2024 verschlechterte sich sein Zustand spürbar: Er hatte Atemnot und wurde im Frühjahr 2025 schließlich im Krankenhaus behandelt. Schnell war klar, dass Steffen S. eine Lungentransplantation benötigte.

Er wurde an das DHZC in Berlin überwiesen; hier begannen alle Voruntersuchungen und Vorbereitungen. Im September 2025 wurde er für eine Transplantation gelistet. Wenige Wochen später ging es ihm so schlecht, dass er intensivmedizinisch versorgt werden musste. Er wurde aus Magdeburg an die Charité verlegt. Im Dezember 2025 wurde Steffen S. an eine ECMO angeschlossen; ein Unterstützungssystem, das die Funktion seiner Lunge übernahm. Parallel wurde er als hochdringlich für eine Transplantation gelistet.

Wenige Wochen später gab es ein passendes Spenderorgan für ihn, sodass er in einer Nacht im Januar 2026 erfolgreich am DHZC transplantiert werden konnte. Unsere Ärzt:innen, Pflegenden, Psycholog:innen und Physiotherapeut:innen unterstützen ihn Schritt für Schritt auf seinem Weg zurück in den Alltag. Jetzt steht Steffen S. kurz vor der Entlassung in die Rehabilitation.

Patientengeschichte: Frau Mehtap C.

Mehtap C. wurde im Dezember 1974 in Berlin geboren. Sie kam mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt, der sogenannten Fallot-Tetralogie. Bereits 1979 wurde sie im damaligen Klinikum Westend erstmals operiert – zu einer Zeit, als das heutige Deutsche Herzzentrum der Charité noch gar nicht gegründet war.

Trotz ihrer Erkrankung blickt sie positiv auf ihre Kindheit und Jugend zurück. Sie fühlte sich im Familien-, Schul- und Freundeskreis immer getragen und nie ausgegrenzt. Mehtap C. absolvierte zuerst eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Später holte sie ihr Abitur nach, studierte und arbeitete als Diplom-Kauffrau.

Mit den Jahren verschlechterte sich jedoch ihre Herzfunktion zunehmend, sie musste ihre berufliche Tätigkeit schließlich beenden, wurde 2015 berentet.

Als die Ärzt:innen erstmal über eine Herztransplantation mit ihr sprachen, habe sie sich gefühlt wie „in Eiswasser getaucht“, erinnert sich Mehtap C: „Ich wollte nicht wahrhaben, dass das bei mir nötig werden könnte.“

Doch schließlich gab es kaum noch eine langfristige Behandlungsalternative für Mehtap C. Im Januar 2024 wurde sie auf die Warteliste gesetzt, im November 2025 war ihr Zustand bereits so schlecht, dass sie stationär aufgenommen und als hochdringlich (high urgent, HU) gemeldet werden musste.

Trotz des Mangels an Spenderorganen hatte sie Glück: Schon in einer Nacht Mitte Januar 2026 erhielt Mehtap C. ein neues Herz. Inzwischen wurde sie aus der Rehabilitation bereits wieder nach Hause entlassen.

Noch begleiten Mehtap C. Sorgen vor möglichen Komplikationen, zugleich wachse aber die Zuversicht, wie sie sagt – und die Dankbarkeit für die neue Chance, die ihr mit der Transplantation gegeben wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Maier

Leitung

Kommunikation und Marketing

Deutsches Herzzentrum der Charité

Campus Virchow-Klinikum | Augustenburger Platz 1 | 13353 Berlin

T +49 30 4593 1211

M +49 172 32 11647

christian.maier@dhzc-charite.de

www.dhzc.charite.de