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Diskussion um Moscheeverband DITIB - Niedersächsischer DITIB-Funktionär fordert Reform des Bundesverbandes

Hamburg (ots) - Der Vorsitzende des DITIB-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, Yilmaz Kilic, spricht sich für eine grundlegende Reform des DITIB-Bundesverbandes aus. DITIB stehe vor einer Richtungsentscheidung, sagte Kilic am Freitag, 3. Februar, dem Radiosender NDR Kultur. Er fordert konkret mehr Mitbestimmungsrechte der Landesverbände in der Kölner DITIB-Zentrale. Mitglieder und Delegierte aus den Regionalverbänden hätten dort zu wenig Einfluss. Kilic sagte: "Landesverbände, Frauenverbände - wie sollen die vertreten werden? Wie geht die Information von unten nach oben?"

Vor allem jüngere Türken hätten eine ganz andere Vorstellung von Vereinsführung und von einem Bundesverband. Sie wollten moderne Strukturen und Mitspracherechte. Kilic: "Wenn wir da nicht aufpassen, sind die Leute weg. Und dann brauchen wir auch keine DITIB mehr. Das darf nicht passieren."

Eine vollständige Loslösung des Islamverbandes DITIB von der türkischen Religionsbehörde Diyanet lehnt Kilic ab. Dies hatten zuletzt Landes- und Bundespolitiker zur Bedingung gemacht für eine weitere bzw. engere Zusammenarbeit mit DITIB. Der niedersächsische DITIB-Vorsitzende Kilic fordert nun eine offene Debatte. Derzeit liefen Gespräche auf mehreren Ebenen, sagte er. Es dürfe keine Versteckspiele geben. Probleme müssten beim Namen genannt werden.

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