Das könnte Sie auch interessieren:

Die zehn größten Fehler beim Employer Branding

Hamburg (ots) - Die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens nicht kennen, die Bedürfnisse der bestehenden und ...

Mateusz Klimaszewski verstärkt Berliner Vertriebsteam bei news aktuell

Hamburg (ots) - Seit dem 01. Februar 2019 ist Mateusz Klimaszewski (31) neuer Account Manager im Vertrieb bei news ...

Emma Stone und Ryan Gosling tanzen in "La La Land" mit uns in die OSCAR(r) Nacht auf ProSieben!

Unterföhring (ots) - 17. Februar 2019. Der Auftakt zur Filmnacht des Jahres könnte nicht großartiger sein! ...

14.08.2018 – 19:35

Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Streit um Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb Scheinheilige Diskussion Matthias Bungeroth

Bielefeld (ots)

Die Meldungen über abstruse Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt häufen sich, insbesondere aus den Ballungsräumen wie Hamburg, Berlin, Köln oder München. Dort wurde kürzlich eine "neuwertige" Zwei-Zimmer-Wohnung in Schwabing mit 58 Quadratmetern Wohnfläche für knapp 490.000 Euro zum Kauf angeboten. Es ist also kein Wunder, dass Experten der Immobilienbranche mittlerweile von einer teilweisen Überhitzung des Marktes sprechen. Strittig ist, ob wir es aktuell mit einer Immobilienblase zu tun haben, die in Kürze platzen könnte. Insbesondere letzteres wird von den Beobachtern nicht als wahrscheinlich angesehen, denn in großen Teilen der Bevölkerung ist Geld vorhanden, das Zinsniveau für Baugeld wird sich den Prognosen zufolge einstweilen nicht wesentlich erhöhen. Grund zur Entwarnung ist das, gerade für Familien mit Kindern die am Kauf einer Immobilie interessiert sind, jedoch keineswegs. Denn auch in Regionen wie Ostwestfalen-Lippe muss der Normalverdiener mittlerweile mit sehr spitzem Bleistift rechnen, wenn er über den Kauf eines Baugrundstücks oder eines Hauses nachdenken will. Dass vor diesem Hintergrund in der Politik eine Debatte darüber eingesetzt hat, wie man den Immobilienkauf für jedermann wieder erschwinglicher machen kann, ist absolut richtig. Insofern ist es auch nicht völlig abwegig, den Ausgabeposten der Maklercourtage in den Blick zu nehmen, wie das Bundesjustizministerin Katarina Barley und andere Politiker gerade tun. Doch wenn man sich die Sätze der Grunderwerbsteuer ansieht, wirkt eine auf diesen Aspekt verengte Debatte durchaus scheinheilig. 6,5 Prozent beträgt diese Steuer derzeit in Nordrhein-Westfalen. Eine Menge Holz, um es salopp zu sagen. Mit diesen Einnahmen profitiert die öffentliche Hand also auch von den Mondpreisen, die an immer mehr Orten auf dem Immobilienmarkt aufgerufen werden. Es ist Zeit, dass ein Teil davon an die private Hand in Form von Förderprogrammen oder Freibeträgen zurückgegeben wird. Denn die Senkung der finanziellen Belastung durch die Maklercourtage allein ist auf dem Weg hin zur bezahlbaren Immobilie noch nicht der große Durchbruch. Hinzu kommt: In den eingangs beschriebenen Ballungszentren räumen aufgrund der sich immer schneller drehenden Preisspirale Investoren aus dem Ausland den Immobilienmarkt ab. Nur ein größeres Angebot an Wohnungen kann hier eine Entspannung bringen.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung