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Neue Westfälische (Bielefeld): Der Anschlag von Hamburg Bürgerpflicht und Heldentum Thomas Seim

Bielefeld (ots) - Sönke (28), Ömer (35), Toufik (21), Mohammed (49), Jamel (48) - man nennt sie die Helden von Hamburg. Sie selbst sprechen von Pflichterfüllung. Ganz gleich auf welcher Seite man sich einordnet: Der Deutsche, der Türke, der Afghane, der Ägypter und der Tunesier haben sich Ahmed A. (26) in den Weg gestellt und von weiteren Attacken und Morden abgehalten. Dafür verdienen sie Respekt. Charakter, Hilfsbereitschaft und Mut zeichnet alle fünf aus. Nicht jeder hätte so reagiert. Man prüfe sich selbst nur sehr kritisch, ob man jederzeit den Mut aufbrächte, einem schwer bewaffneten Spinner, der sich auf Religion beruft, entgegenzutreten. Viele Helfer gegen Gewalttäter sind leider viel zu oft selbst Opfer geworden. Nein, selbstverständlich ist solches Eingreifen nicht. Das Verhalten der Fünf war schon mutig und heldenhaft. Jetzt ist zunächst natürlich zu klären, warum der Täter Ahmed A. so ausrastete; ob es Fehler bei der Einschätzung seiner Person als terroristischem Gefährder gab; warum er trotz abgelehnten Asylantrags noch im Land war; warum er nicht in Ausreisehaft festgesetzt werden konnte. Aber: Gegen die Verbrechen von spinnerten Terroristen gibt es keinen vollkommenen Schutz. Es gehört auch zur Pflicht jedes einzelnen Bürgers, Mitbürgern gegen Bedrohungen zu helfen. Sei es durch das Einschalten der Sicherheitsbehörden. Oder durch ein Eingreifen wie das von Sönke, Ömer, Toufik, Mohammed und Jamel. Nationalität und Glauben dürfen dabei keine Rolle spielen. Hier taten fünf Bürger ihre Pflicht. Deshalb darf man sie Helden nennen.

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