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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Patienten unterversorgt Wenn der Schmerz zur Krankheit wird Peter Stuckhard

Bielefeld (ots) - Es geht nicht um Zahnschmerzen oder den gemeinen Hexenschuss, der oft die Ursache von Rückenschmerzen ist. Es geht auch nicht um gelegentlichen Kopfschmerz. Haus- und Fachärzte, da darf man als Patient zuversichtlich sein, sind in der Lage, solche Schmerzen zu behandeln, auch wenn sie schwer sind. Die spezielle Schmerztherapie ist sozusagen der Fachbereich für die hoffnungslosen Fälle, an denen sich häufig schon andere Ärzte abgearbeitet haben. In solchen Fällen kann sich Schmerz völlig verselbstständigen und vom Symptom zur eigenen Krankheit werden. Die Folgen sind oft die Aufgabe des Berufs, sozialer Rückzug, schiere Verzweiflung. Auf diese Patientengruppe schaut die spezielle Schmerztherapie mit einem anderen, den ganzen Menschen umfassenden Blick. Diagnostik und Behandlung sind so aufwendig, dass keine niedergelassene Praxis sich solche Patienten auf Dauer leisten kann. Das heißt: Die Krankenkassen müssen sich bewegen: den Bedarf anerkennen und zahlen. Erst dann wird der Futterneid unter den ärztlichen Fachbereichen, die das Gesamthonorar unter sich aufteilen, hinter das Patientenwohl zurücktreten.

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