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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Ukraine-Krise spitzt sich zu Zeit für neue Entspannungspolitik THOMAS SEIM

Bielefeld (ots) - Das Prinzip des Rechthabens eignet sich nicht für Politik. Das muss man den Handelnden ins Stammbuch schreiben, die sich mit der Lage in der Ukraine beschäftigen. EU und USA haben Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Russland hat mit Handelsbeschränkungen reagiert. Was soll nun folgen? Eine weitere Eskalation? Waffenlieferungen? Nichts davon bringt eine Lösung. Im Gegenteil: Russische Truppen bewegen sich bereits auffällig unfriedlich an der Grenze zur Ukraine. Eine Provokation - natürlich. Die NATO ihrerseits schickt ihren Generalsekretär nach Kiew, um über militärische Unterstützung zu beraten - ebenfalls eine Provokation. Beiden Haltungen liegt die falsche Annahme zugrunde, das jeweilige Gegenüber in die Knie zwingen zu können. Die Provokationen und die Eskalation führen zu nichts - außer zu einer Verhärtung der Fronten. Dabei ist der Westen in Wahrheit gar nicht zu militärischem Eingreifen bereit, Putin aber schon. Es wird dringend Zeit für eine neue Entspannungspolitik, auch wenn es weh tut und der Westen sich an der Seite Kiews als Verlierer fühlen sollte. Klarheit in den Positionen, Härte bei den Gesprächen - aber eine Deeskalation der Konfrontation mit Russland und Gespräche statt Rechthaberei und Drohungen. So kommt man Putin bei und setzt ihm Grenzen. Sanktionen und Säbelrasseln sind dagegen die Signale der Schwachen.

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