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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Ermittlungen gegen CSU-Spitzenfrau angekündigt Haderthauer will's wissen Ralf Müller, München

Bielefeld (ots) - Bisher hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nicht lange gefackelt, wenn es galt, Affären zu bereinigen, die sein Ansehen gefährdeten. Doch im Fall seiner Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer hat er sich entschlossen, die "Modellbauaffäre" mit ihr durchzustehen. Schon lange köchelt die skurrile Affäre vor sich hin. Dass der Ehemann der Staatskanzleiministerin psychisch kranke Straftäter Modellautos als Beschäftigungstherapie basteln ließ, um sie über seine Firma teuer zu verkaufen, erschien moralisch anrüchig, aber kein Grund für den Rücktritt der Ministerin. Jetzt aber beantragt die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität der Landtagsabgeordneten Haderthauer. Es geht um einen möglichen Betrug zu Lasten eines früheren Teilhabers der Haderthauer-Firma. "Die Vorhaltungen betreffen nicht die Amtsführung von Frau Staatsministerin", hieß es in einer Erklärung nach einer Krisensitzung in der Staatskanzlei. Sicher ist: Die Entscheidung Seehofers, Haderthauer zu halten, ist die unbequemere. Es wird sich zeigen, ob es besser gewesen wäre, die Notbremse zu ziehen. Sollte es zur Anklage kommen, wäre es wohl so weit.

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