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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar:Frankreichs neuer Regierungschef Zu Höchstem berufen PETER HEUSCH, PARIS

Bielefeld (ots) - Neue Besen kehren gut, weiß das Sprichwort. Wobei es eines sehr großen Besens bedarf, um den Scherbenhaufen fortzufegen, den Hollandes Politik in Frankreich bislang aufgetürmt hat. Manuel Valls könnte da der Mann der Stunde sein. Ganz im Gegensatz zu dem Zauderer im Élysée-Palast glänzte er als Innenminister des zurückgetretenen Kabinetts mit Entscheidungsfreude und Durchsetzungsvermögen. Und er bringt er noch etwas mit, was dem unbeliebtesten Präsidenten der V. Republik dramatisch abgeht: konstant hohe Popularitätswerte. Wegen seines ausgeprägten Selbstbewusstseins und eines unbestreitbaren Talents zur medialen Inszenierung wird Valls immer wieder mit Expräsident Nicolas Sarkozy verglichen. Doch während Vertreter der Opposition solche Parallelen bewundernd ziehen, tragen sie ihm in den eigenen Reihen jede Menge Kritik ein. Valls hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich zu Höchstem berufen fühlt. Aber der Sitz des Regierungschefs gilt als Schleudersitz. Doch Valls glaubt an seinen Erfolg, und Hollande ist offenbar überzeugt, dass nur dieser schillernde Einzelgänger an der Spitze eines "Kampfkabinetts" seine Präsidentschaft noch retten kann.

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