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Neue Westfälische (Bielefeld): Syrische Kriegsopfer Schutzlos DIRK MÜLLER¶

Bielefeld (ots) - Das Thema hat keine Konjunktur. Und es hätte an diesem Wochenende, da die Besetzung der zahlreichen Posten in der neuen deutschen Regierung alles Andere übertönt, wohl gar keine Aufmerksamkeit gefunden, wenn nicht Unwetter die erbarmungswürdige Lage der Menschen in und um Syrien noch verschlimmert hätten. Die SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm, fordern Zugang für Hilfsorganisationen zu den hunderttausenden Flüchtlingen, zu den Kindern vor allem, die Schnee und Kälte schutzlos ausgeliefert sind. 6,5 Millionen Syrer sind derzeit auf der Flucht, die meisten innerhalb des Landes, kaum mit der Chance, den Gefechten auszuweichen, die seit Frühjahr 2011 weit mehr als hunderttausend Menschen das Leben kosteten. Unterdessen stehen die Chancen, das Blutvergießen zu beenden, schlechter. Frankreichs Außenminister Fabius gab einer geplanten Friedenskonferenz zuletzt kaum Aussicht auf Erfolg. Längst tobt der Kampf nicht mehr nur zwischen Assad-Getreuen und Regimegegnern, sondern auch unter den Rebellengruppen. Gemäßigte Kräfte verlieren Boden gegen radikal-islamistische Kämpfer, die in Syrien einen Gottesstaat errichten wollen. Hilfe für die Opfer des Bürgerkrieges muss darum Vorrang haben, bis hin zur Aufnahme von Flüchtlingen. 10.000 Syrer fanden bisher offiziell Schutz in Deutschland. Im Libanon sind es schon mehr als eine Million.

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