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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Bundestag verabschiedet Transplantationsgesetz Ein gutes Gesetz PETER JANSEN

Bielefeld (ots)

Mit dem neuen Transplantationsgesetz hat der Gesetzgeber uns die Entscheidung erleichtert, die Frage zu antworten, ob wir unsere Organe nach einem plötzlichen Tod kranken Menschen zur Verfügung stellen. Bisher haben sich viele vor der Beantwortung gedrückt. Grundsätzlich befürwortet eine Mehrheit der Deutschen Organspenden. Aber der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod wichen die meisten aus. Das ist künftig zumindest nicht mehr so einfach. Die Krankenkassen werden ihre Mitglieder fragen, ob sie bereit sind, nach dem Tod ihre Organe zu spenden. Niemand wird unter Druck gesetzt, niemand wird bedrängt, mit Ja zu antworten, niemand muss die Frage überhaupt beantworten. Aber jeder Einzelne wird mit der Frage konfrontiert, ob er seine Organe spendet, um andere Leben zu retten, wenn er mit dem Motorrad verunglückt, bei einem Arbeitsunfall stirbt, plötzlich vom Schlag getroffen wird. Mit dem vom Bundestag mit großer Mehrheit beschlossenen Gesetz sind längst nicht alle Probleme der Transplantation gelöst. Erst in einigen Jahren weiß man, ob tatsächlich mehr Organe für die Verpflanzung zur Verfügung stehen. Eine Reihe von Fragen, von der mangelnden Kontrolle der Deutschen Stiftung Organtransplantation über Finanzierungs- und Datenschutzfragen sind unbeantwortet. Aber das Gesetz zeigt in die richtige Richtung, es fordert jeden zum Nachdenken über sein Leben, seinen Tod und das Leben anderer auf. Darum ist es ein gutes Gesetz.

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