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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Tag der Arbeit Den Zufall nutzen CARSTEN HEIL

Bielefeld (ots) - Der Kalender wollte es so, dass in diesem Jahr der 1. Mai - also der Tag der Arbeit - auf einen Sonntag fiel. Das bedeutet zwar auf den ersten Blick einen arbeitsfreien Tag weniger, was viele Arbeitnehmer mit Bedauern registrierten. Aber beim zweiten Hinschauen fällt auf: Es ist gut, dass dadurch Gewerkschaften und Kirchen mal ein gemeinsames bedeutungsvolles Thema haben. Dies ist umso wichtiger, als ausgerechnet seit diesem Tag die Freizügigkeit für sieben weitere osteuropäische Länder auch für Deutschland gilt. Mit der Folge, dass sich deutsche Arbeitskräfte von der Billigkonkurrenz aus Polen bedroht fühlen. Über Arbeit, ihren Sinn, ihre Notwendigkeit, ihre Verteilung, ihre Würde, ihre Bezahlung und ihre Bedingungen muss intensiv auf allen Ebenen diskutiert werden. Nur sehr wenig prägt unseren Alltag und unsere Existenz mehr als unsere Arbeit. Im intellektuellen und emotionalen Sinne und natürlich auch im materiellen. Deshalb sollten die gesellschaftlichen Gruppen wie Kirchen und Gewerkschaften die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, den Zufall des Kalenders nutzen und gemeinsam mit den Arbeitgebern über "Arbeit" reden. Die Klugen unter den Unternehmern werden angesichts von baldigem Arbeits- und besonders Fachkräftemangel in kurzer Zeit über das Thema völlig anders denken als sie es aus den vergangenen Jahrzehnten gewohnt sind. Da können alle Beteiligten nur voneinander lernen.

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