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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Revolution in Libyen Hilfe statt Sanktionen RALPH SCHULZE, MADRID

Bielefeld (ots) - Die libysche Revolution mündet in ein Blutbad. Die Welt schreit zu Recht empört auf. Doch der Ruf nach Sanktionen ist fehl am Platz. Blindwütige politische und wirtschaftliche Strafaktionen gegen das nordafrikanische Land würden das Leiden des Volkes eher verschlimmern. In dieser schwierigen Stunde benötigen die Libyer vor allem eines: die Hilfe und Solidarität des Westens und erst recht ihrer arabischen Nachbarn. Das Mittelmeerland, das den Aufstand gegen seinen Diktator mit so vielen Menschenleben bezahlen muss, braucht dringend Unterstützung: zum Beispiel Feldlazarette, Verbandsmaterialien und Medizin. Technische Hilfe, um die Informationsblockade Gaddafis zu durchbrechen, der viele Städ-te von der Außenwelt abgeschnitten hat. Nicht erst seit Gaddafis wirrer und weltfremder TV-Ansprache ist klar, dass die Zeit für diesen selbsternannten "Revolutionsführer" abgelaufen ist. Den Libyern ist zu wünschen, dass sie sich nun möglichst schnell von ihrem irren Herrscher befreien können. Und es ihnen dann gelingt, jenen Mann, der ihnen so viel Schaden zufügte, vor ein Tribunal zu bringen.

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