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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Wolfgang Schäubles Ausraster Entschuldigung gefragt ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Klar ist, dass jeder Mensch Fehler begeht. Klar ist auch, dass man gegenüber einem Mann wie Wolfgang Schäuble besondere Milde walten lässt. Schließlich hat der CDU-Politiker erhebliche Verdienste und ein sehr hartes Schicksal. Aber auch mit dem größten Verständnis lässt sich Wolfgang Schäubles Ausraster gegenüber einem Mitarbeiter nicht einfach beiseite schieben. Wer einen anderen Menschen in aller Öffentlichkeit bloßstellt und demütigt, der muss sich für diese Fehlleistung angemessen entschuldigen. Andernfalls könnte man auf den niederschmetternden Gedanken kommen, dass ein solcher Umgang mit Mitarbeitern im Finanzministerium gang und gäbe ist. Was immer man zugunsten von Wolfgang Schäuble ins Feld führen mag: Dass er sich ordentlich entschuldigt, darf man ihm schon zumuten. Ob Michael Offer letztlich noch weiter Sprecher für einen Minister sein will, der ihn so gar nicht zu schätzen scheint, steht auf einem anderen Blatt. Bisher hat Angela Merkel stets ihre Hand schützend über Schäuble gehalten. Ob sie sich damit einen Gefallen tut, erweist sich zunehmend als fraglich. Wenn es ein Finanzminister nicht versteht, aus ermutigenden Zahlen eine rundum frohe Botschaft zu zimmern, macht er das Regieren für die Bundeskanzlerin wahrlich nicht leichter.

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