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Neue Westfälische (Bielefeld): SPD-Sonderparteitag Ein Ende der Nabelschau ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Die SPD ist eine komplizierte Partei. Erst regiert sie jahrelang. In der Opposition versucht sie dann krampfhaft, sich von dieser Regierungszeit zu distanzieren. Monatelang kreiste die Debatte innerhalb der SPD um die Rente mit 67 und Hartz IV. Die gute Nachricht von dem Sonderparteitag in Berlin geht so: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Gefahr erkannt, dass sich seine Partei hauptsächlich mit der Vergangenheit beschäftigt und Transferempfänger in den Mittelpunkt der Politik stellt. Seine Rede war ein gelungener Weckruf, künftig wieder stärker Partei zu ergreifen für die Mehrheit der Bevölkerung. Für die, die hart arbeiten und sich trotzdem übergangen fühlen. Es fehlte übrigens insgesamt bei diesem Arbeitsparteitag nicht an beeindruckenden Appellen Neben Gabriel war es der Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, der seine Partei erfrischend klar und geradezu händeringend dazu aufrief, wieder mehr Wirtschaftskompetenz zu zeigen. Es ist das Verdienst von Sigmar Gabriel, dass er den Genossen nicht nur nach dem Mund redet, sondern ihnen auch etwas abverlangt. Er fordert nicht weniger als mit der Nabelschau aufzuhören und sich endlich der Zukunft zu stellen. Ob die Partei und vor allem die mittlere Funktionärsebene ihn auch erhört, ist aber noch nicht ausgemacht.

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