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Neue Westfälische (Bielefeld): Missbrauch von Kindern an Jesuitenschulen Retten, was zu retten ist RALF MÜLLER

Bielefeld (ots) - Der Provinzial des Jesuitenordens in Deutschland ist ein aufgeklärter, redegewandter Mann. Er weiß, dass vor dem Hintergrund des kapitalen Missbrauchsskandals um schulische Einrichtungen die Lage des Ordens und der Kirche mit Schönrederei und Ausflüchten nur noch verschlimmert werden kann. Und man nimmt Stefan Dartmann ab, wenn er "mit Scham die Schuld und das Versagen des Ordens" einräumt und versichert, es werde jetzt alles ganz anders.  Doch wie eine Gewerkschaft, eine Partei oder ein Wirtschaftskonzern, so ist auch der Jesuitenorden ein schwerfälliger Apparat - von der katholischen Kirche ganz zu schweigen. Wenn die Chefetage einen neuen Kurs vorgibt, heißt das noch lange nicht, dass sich alle im Personalkörper auch daran halten. Jetzt gilt es für die Jesuiten, zu retten, was an Glaubwürdigkeit noch zu retten ist. Die Umsetzung des "Wir haben verstanden" betreibt ihr Provinzial nahezu vorbildlich, auch wenn so manches Opfer weiterhin Tricksen und Täuschen vermutet. Jedenfalls weitaus besser als ein Augsburger Exbischof, der alles leugnete und dokumentierte, dass er nichts begriffen hat.

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