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11.10.2009 – 18:56

Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische: KOMMENTAR Jamaika an der Saar Mit Lafontaines Hilfe BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots)

Nein zum Linksbündnis, ja zu "Jamaika". Mit
ihrer Entscheidung für ein Bündnis mit Schwarzen und Gelben haben die
Grünen an der Saar die politische Farbenlehre um eine neue Variante 
bereichert. Möglich gemacht haben das bislang eher für unmöglich 
gehaltene Bündnis weitreichende Zugeständnisse an die Grünen: 
Abschaffung der Studiengebühren, längeres gemeinsames Lernen an den 
Schulen und ein umfassendes Rauchverbot.
Mit viel Geschick hat CDU-Chef und Ministerpräsident Peter Müller den
Boden vorbereitet für den Schwenk der Saar-Grünen ins bürgerliche 
Lager. Bereits kurz nach der Wahl bekannte er sich zum Atomausstieg, 
den die Berliner Koalitionäre gerade rückgängig machen wollen. Gut 
möglich, dass CDU-Chefin Angela Merkel das Saar-Projekt flankieren 
wird mit Zugeständnissen im Berliner Koalitionsvertrag. Hartnäckig 
hält sich das Gerücht, die Laufzeiten für Altmeiler würden nur unter 
der Auflage verlängert, dass eine Nachrüstung gegen Terroranschläge 
erfolgt. Dies aber wäre so teuer, dass die Betreiber darauf 
verzichten würden.
Den letzten Ausschlag für die Entscheidung gegen Rot-Rot-Grün dürfte 
die Rückkehr Oskar Lafontaines an die Saar gegeben haben. Auf diesen 
Neben-Ministerpräsidenten konnten die Grünen herzlich gern 
verzichten.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
Jörg Rinne
Telefon: 0521 555 276
joerg.rinne@neue-westfaelische.de

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