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Ostsee-Zeitung: Kommentar der Ostsee-Zeitung, Rostock, zu Peer Steinbrück

Rostock (ots) - Mit Steinbrück bekommt die Kanzlerin einen Herausforderer auf Augenhöhe präsentiert. Dennoch ist dessen Stärke zugleich dessen größte Schwäche. Sein an Überheblichkeit grenzender Offensivgeist, der sich auf der Showbühne der Mediendemokratie so richtig entfalten wird, könnte ihn blind für Fettnäpfchen machen. Merkel, noch in DDR-Zeiten geschult in der Leninschen Parteitheorie "Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück", wird flexibel ausweichen, wo sie ihm unterlegen ist und attackieren, wo Steinbrück verwundbar scheint. Etwa in der Haftungsfrage für all die Milliarden-Hilfen in der Eurokrise. Während Steinbrück kein Hehl daraus macht, dass die Deutschen in drei bis vier Jahren mit einer höheren Inflation bezahlen werden, ist Merkel vorsichtiger. Sie sagt da lieber gar nichts. Und hält es damit ganz mit ihrer früheren polnischen Amtskollegin Hanna Suchocka, die anmerkte: "Die Erfahrungen lehren uns, dass bislang alle ehrlichen Politiker bei den Wahlen verloren haben."

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