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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Schiffbau-Gipfel

Rostock (ots) - Der Schiffbau in Deutschland steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist ein Großteil der Aufträge weggebrochen, Banken scheuen sich, Kredite zu geben. Jetzt ruft die Branche nach dem Staat als Rettungsanker. Ein Schiffbau-Gipfel soll alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Lösungen sind im Gespräch: Billigere Kredite, mehr Bürgschaften, staatliche Aufträge. Banken wurden mit Milliarden-Beträgen gerettet. Die Kosten für die Rettung des Euro sind noch nicht absehbar. Jetzt soll der Steuerzahler auch noch helfen, die Werftindustrie über die Runden zu bringen? Er sollte nicht nur, er muss. Experten haben keinen Zweifel, dass Schiffbau und Meerestechnik als Schlüsselindustrien in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Würde der Staat den Werften Hilfe für die Durststrecke verweigern, werden Schiffe und Offshore-Anlagen bald vor allem in Asien gebaut, aber kaum noch in Deutschland.

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