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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum EU-Sondergipfel

    Rostock (ots) - Wenn ich mit Europa sprechen will - welche Telefonnummer soll ich da wählen?, soll Henry Kissinger einst über die vielzüngige Europäische Gemeinschaft gespottet haben. Der Spott hallt bis heute nach. Was kein Wunder ist: Da gibt es den Außenbeauftragten der EU-Kommission, demnächst den "Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik", den EU-Kommissionspräsidenten und bald deren ständigen Ratspräsidenten. Auf jeden Fall gibt es genug Telefonnummern und entsprechende Einzelinteressen, die andere "global player" bei Bedarf genüsslich gegeneinander ausspielen können. Das spricht nicht gegen gewichtigere EU-Vertreter, wie sie der Vertrag von Lissabon vorsieht, im Gegenteil: Wer bei Welt-Themen wie Klimaschutz oder Finanzmarkt-Regulierungen mitreden und -entscheiden will, muss eine kräftige Stimme haben. Die allerdings wissen muss, was sie sagen und wem sie nützen will - und da wird der mühsame Meinungsfindungsprozess wohl andauern.

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