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Ostsee-Zeitung: Trauerspiel - Kommentar zum Aufstand der HRE-Aktionäre

    Rostock (ots) - Es ist der vorerst letzte Akt im Drama und die Hypo Real Estate. Gespielt wird: Der Aufstand der Aktionäre gegen den bösen Staat. Große Worte werden bemüht. Von "Willkür", "Schande" und "Diebstahl" ist die Rede. Und von "Almosen", mit denen der Bund die Eigentümer abspeise. Aber ohne die 100 Milliarden, mit denen der Bund das systemrelevante Institut vor der Pleite bewahrte, wären die Aktien schon lange Altpapier. Allzu menschlich, dass die protestierenden Anteilseigner diese Tatsache verdrängen. Sie fühlen sich geprellt von den Hasardeuren in den Vorständen und im Stich gelassen von einer zahnlosen Bankenaufsicht. Das Trauerspiel um die HRE kennt ohnehin nur Verlierer. Der größte ist der Steuerzahler. Er löhnt nämlich munter weiter. Für die faule Immobiliensparte sind bis 2011 noch mal sieben Milliarden Euro fällig.

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