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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Mai-Krawallen

    Rostock (ots) - Die Frühjahrs-Krawalle haben unselige Tradition. Die Gewaltorgie von Hamburg-Barmbek hat eine neue Dimension erreicht. Das muss Konsequenzen haben. Weil die Polizei nur knapp verhindern konnte, dass es Tote gab. Und weil es vor allem Jugendliche sind, die die offene Konfrontation auf der Straße suchen. Hier wächst eine neue Generation von Radikalen auf. Die Aufmärsche der Neonazis und die Organisation der Gegendemos folgen seit Jahren einer verhängnisvollen Dramaturgie, an deren Ende die körperliche Schlacht die politische Auseinandersetzung ersetzt. Am Wochenende waren es 2500 Polizeibeamte, die für das Freizeitvergnügen der Polit-Hooligans den Kopf hinhalten mussten. Sie fühlen sich nach der blutigen Walpurgisnacht von der Justiz im Stich gelassen. Zu Recht. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Verwaltungsrichter die Taktik der Polizei durchkreuzten. Und damit die Schlacht um Barmbek möglich machten.

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