Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Gesetzliche Unfallversicherung: Richtig arbeiten im Knien und Hocken (mit Bild)

Gesetzliche Unfallversicherung: Richtig arbeiten im Knien und Hocken (mit Bild)
Ein Handwerker verlegt im Knien einen Laminatboden. Er trägt dazu den passenden Knieschutz. (c) Lederindustrie-Berufsgenossenschaft. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/DGUV"

Berlin (ots) - Ein Teppich muss verlegt, ein Heizungsrohr ausgewechselt, eine Diele erneuert werden. Gerade in handwerklichen Berufen arbeiten Beschäftigte häufig im Knien, in der Hocke oder im Fersensitz. Diese Arbeitshaltungen sind besonders belastend für Rücken und Kniegelenke. Denn eine einseitige, lang anhaltende Belastung der Knie kann zu unterschiedlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die hohe Druckeinwirkung kann auf Dauer Schleimbeutelentzündungen auslösen und die Menisken schädigen. Können diese ihre Ausgleichsfunktion im Knie nicht mehr erfüllen, sind auch die Gelenkknorpel erhöhter Belastung ausgesetzt, sie werden anfälliger für Arthrosen.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen geben deshalb Tipps, wie negative Auswirkungen auf den Körper gemindert werden können:

   - Prüfen Sie immer, ob es Alternativen zu einer knienden Haltung 
     gibt; 
   - Arbeiten Sie nicht länger als eine halbe Stunde ununterbrochen 
     auf den Knien, wechseln Sie häufiger zwischen kniender und 
     anderen Haltungen; 
   - Verwenden Sie so oft wie möglich Werkzeuge zum Arbeiten im 
     Stehen wie Teleskopstangen oder andere Hilfsmittel wie einen 
     Montagetisch o.ä., um das Knien zu vermeiden; 
   - Tragen sie immer einen Knieschutz, wenn sich das Arbeiten auf 
     den Knien nicht vermeiden lässt; 
   - Achten Sie darauf, dass der Knieschutz der Norm entspricht und 
     das CE-Zeichen trägt; 
   - Der Knieschutz muss passen, nur dann kann er seine 
     Schutzfunktion wirklich entfalten; 
   - Trainieren sie verschiedene Formen des Kniens, das einseitige 
     Knien (das zweite Bein ist rechtwinklig angestellt, der Rücken 
     bleibt gerade) ist schonender für Knie und Rücken; 
   - Nutzen Sie Pausen für Ausgleichsübungen, stellen Sie sich ihr 
     eigenes Trainingsprogramm für Beine und Rücken zusammen. Schon 
     15 Minuten pro Tag helfen! 

Ausführliche Informationen und Übungsbeispiele finden Sie im Merkblatt "Arbeiten im Knien und Hocken" der Lederindustrie-Berufsgenossenschaft: http://www.libg.de/ebenen/shoplibg/index.php (Suchbegriff: 'knien')

Pressekontakt:


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Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der
Unfallträger der öffentlichen Hand
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

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