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Geißler will aus Selbstschutz nicht an G8-Demonstrationen teilnehmen
"Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück - und wenn es ein Polizist ist."

    Bonn (ots) - Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat die Behinderungen von Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm erneut kritisiert. Aus Gründen des Selbstschutzes wolle er sich den Demonstrationen nicht anschließen, so Geißler in der PHOENIX-Sendung "Im Dialog" (Ausstrahlung heute 24.00 Uhr). Wörtlich sagte er: "Die Leute haben das Recht, den Regierenden zu zeigen, womit sie nicht einverstanden sind. Und zwar dadurch, dass sie demonstrieren. Die deutsche Einheit wäre nie zustande gekommen, wenn die Stasi-Leute die Demonstranten in Ost-Berlin, in Leipzig und in Dresden überall so eingeschüchtert und behindert hätten, wie das heute mit den Demonstranten vor Heiligendamm passiert." Das Demonstrationsrecht sei das Erste, was die Polizei schützen müsse, so der ehemalige Bundesminister. Auf die Frage, ob er selber nach Heiligendamm fahren und dort demonstrieren werde, sagte Geißler: "Nein, das werde ich nicht tun. Und das hat auch einen ganz einfachen Grund: Ich will meine natürliche Autorität behalten. Ich bin Bergsteiger, habe viele Risiken schon auf mich genommen und bin durchaus risikobereit. Aber das sind Risiken, die ich selber beherrschen und kalkulieren kann. Ich kann das, wenn ich da (in Heiligendamm) teilnehme, nicht tun." Weiter sagte Geißler: "Ich will mich nicht irgendwelchen Chaoten oder Leuten, die verrückt geworden sind - auf der einen oder anderen Seite -, ausliefern; und weil ich mich selber kenne: Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück - und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück. Wenn ich demonstriere, dann übe ich ein Grundrecht aus, dann lasse ich mich nicht anfassen - von niemandem. Und in diese Situation möchte ich nicht kommen."

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