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3sat-Dokumentarfilmpreis für „Weiße Raben“

    Mainz (ots) - Der mit 6.000 Euro dotierte 3sat-Dokumentarfilmpreis auf der 29. Duisburger Filmwoche ging am Samstag, 5. November, an den Dokumentarfilm „Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien“ (Deutschland 2005, ZDF/ARTE, Redaktion: Anne Even) von Tamara Trampe und Johann Feindt. Der Film beschäftigt sich mit russischen Kriegsveteranen und deren Erfahrungen aus dem Tschetschenien-Krieg.

    „Weiße Raben ist ein hochkonzentrierter und vielschichtiger Film, perfekt in Rhythmus und Montage und von einer Eindringlichkeit, die im Zuschauer noch lange nachwirken wird“, urteilte die unabhängige 3sat-Jury, der in diesem Jahr die Filmkritiker Fritz Wolf aus Düsseldorf, Alexandra Seibel aus Wien sowie Wolfram Knorr aus Basel angehörten.

    Als „Weiße Raben“ werden in Russland die Soldaten bezeichnet, die als Veteranen aus Tschetschenien zurückkommen. Tamara Trampe und Johann Feindt zeigen in ihrem Film, wie junge Soldaten und eine Krankenschwester, die sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatten, versuchen, mit der Sinnlosigkeit des Erlebten zu leben. Sie legen offen, wie dabei unterschiedliche Verdrängungsmechanismen greifen.

    Der „3sat-Dokumentarfilmpreis“ wird seit 1996 im Wettbewerb der Duisburger Filmwoche für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm vergeben. Das 3sat-Magazin „Kulturzeit“ berichtet am heutigen Montag, 7. November, um 19.20 Uhr, von der Preisverleihung in Duisburg. 3sat zeigt den Film im nächsten Jahr in seinem Programm zur Duisburger Filmwoche.

    Redaktionshinweis: In seinem Fernsehprogramm zur 29. Duisburger Filmwoche zeigt 3sat noch am Sonntag, 13. November 2005, um 21.15 Uhr den Dokumentarfilm „Land der Vernichtung“ (2003/2004) von Romuald Karmakar in Erstausstrahlung. Karmakar besucht in seinem Film das „Land der Vernichtung“ – die Orte der ehemaligen Vernichtungslager Sobibor, Treblinka, Belzec und die Gedenkstätte Majdanek in Polen und spricht dort mit Anwohnern und Besuchern.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Stefan Unglaube (06131 – 70 6478) Mainz, 7. November 2005

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