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25.08.2004 – 15:16

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nano extra: Das Raetsel der Seeschlangen
Sonntag, 5. September 2004, 18.00 Uhr, 3sat

    Mainz (ots)

Der australische Meeresbiologe Glen Burns hält das wohl giftigste Wirbeltier der Welt derart liebevoll in der Hand, dass man fast die Gefahr vergisst, die von der anderthalb Meter langen Seeschlange ausgeht. Es ist, als würde das Tier sein ständiges Sprechen als beruhigend empfinden: „Ich bin vielleicht deshalb in 20 Jahren Arbeit mit den Schlangen noch nicht gebissen worden, weil ich angefangen habe, wie eine Seeschlange zu denken. Ich fühle, wann sie Angst hat, wann sie wütend wird.“ Gerne will man ihm glauben. Doch wenn er sich irrt und die Schlange zubeißt, während er den kleinen Sender befestigt, dann wird der 43-Jährige das 100 Kilometer entfernte Festland vom australischen Queensland nicht mehr erreichen.

    Schlangen haben seit 100 Millionen Jahren alle Veränderungen der Erdgeschichte aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit überstanden. Seeschlangen sind seit der letzten großen Temperaturabkühlung der Erde das jüngste „Modell“ aus der Gruppe der Reptilien. Einerseits wirken sie wie eine Art „unausgereifter Prototyp“ der Natur, denn sie müssen beispielsweise immer noch zum Atmen an die Wasseroberfläche, obwohl sie schon über die Haut Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen können. Manche Arten brauchen sogar noch das Land für die Eiablage oder um ihre Haut abzustreifen. Andererseits haben Seeschlagen hoch spezialisierte Überlebensstrategien entwickelt. Um sich selbst vor Feinden zu schützen, schmückt sich beispielsweise die Glattschwanznatter mit einem speziellen Farbmuster: Streifen, die in Bewegung den Eindruck erwecken, als würden sie rückwärts schwimmen.

    Der „nano extra“-Film von Florian Gutknecht begleitet Glen Burns, der die gefährlichen Tiere erstmals in freier Wildbahn erforscht, und zeigt dabei einzigartige Unterwasserbilder. Erkenntnisse zur Lebensweise der Seeschlangen waren bislang nicht wissenschaftlich verwertbar, da nur Tiere in Aquarien untersucht wurden.

Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Peter Bernhard (06131 – 706261) Mainz, 25. August 2004

ots-Originaltext: 3sat

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