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NABU begrüßt neue Regelungen beim Elektroschrott-Recycling

Berlin (ots)

Der Naturschutzbund NABU hat mit Blick auf die
neuen Rücknahmeregelungen beim Elektroschrott-Recycling begrüßt, dass
ab dem morgigen Donnerstag in Deutschland nur noch Geräte 
registrierter Unternehmen verkauft werden dürfen. "Endlich werden 
Elektronikhersteller bei der Entsorgungsfrage auch in der Praxis in 
die Pflicht genommen", sagte NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller. 
Ab dem 24. November müssen alle Hersteller und Importeure von 
Elektro- und Elektronikgeräten bei der Stiftung Elektro-Altgeräte 
Register (EAR) registriert sein, wenn sie ihre Produkte in 
Deutschland verkaufen wollen. Ferner müssen sie nachweisen, dass die 
Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung ihrer Geräte gesichert 
ist. Das regelt das seit März geltende Elektro- und 
Elektronikgerätegesetz.
"Die Produktverantwortung ist ein elementarer Grundsatz für eine 
nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Durch Rücknahme und Verwertung alter
Elektro- und Elektronikgeräte werden Stoffkreisläufe geschlossen und 
Ressourcen geschont", betonte Miller. Wegen der schnellen Forschung 
und Entwicklung im Elektronikbereich nehme die Menge an Elektro- und 
Elektronikmüll dreimal schneller zu als der übliche Siedlungsmüll. 
Experten sprechen von bundesweit rund 1,8 Millionen Tonnen 
Elektroschrott pro Jahr - diese Menge füllt einen Güterzug, der von 
Flensburg bis München reichen würde.
Neben wertvollen Rohstoffen, wie Stahlblech und Kupfer, enthalten 
Elektrogeräte auch Schadstoffe wie z.B. die Schwermetalle Blei, 
Quecksilber und Cadmium. "Diese Stoffe belasten die Umwelt und sind 
ein erhebliches Risiko für die menschliche Gesundheit, wenn sie nicht
umweltgerecht entsorgt werden", warnte Miller. Ab März 2006 muss 
Elektroschrott deshalb getrennt vom Hausmüll gesammelt werden. Die 
Hersteller müssen ihre Geräte kostenlos zurücknehmen sowie deren 
Recycling und umweltgerechte Verwertung gewährleisten. Außerdem 
dürfen ab Juli 2006 Blei, Cadmium und bromierte Flammschutzmittel 
nicht mehr in neuen Elektrogeräten verwendet werden. "Elektrogeräte 
und gefährliche Stoffe haben im Hausmüll nichts zu suchen", so 
Miller.
Rückfragen:
Maria Elander, Referentin für Nachhaltigkeit und Umweltpolitik, Tel. 
030-284984-40
Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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