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NABU kritisiert Union wegen Blockade beim Verbraucherschutz

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die unionsregierten
Länder wegen ihrer heutigen Ablehnung des
Verbraucherinformationsgesetzes scharf kritisiert. "Die Argumente
gegen das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz sind nichts
weiter als Verbraucherverdummung", sagte NABU-Präsident Jochen
Flasbarth. Es gehe der Union ganz offenkundig nur darum, ein
Gesetzesvorhaben der Regierung kaputt zu machen. Dabei werde ein
vernünftiger Verbraucherschutz kaltblütig einer kurzsichtigen
Wahlkampftaktik geopfert. "Den Schaden haben die Verbraucher, denen
ein besserer Informationszugang so verwehrt wird", erklärte
Flasbarth. Wenn die Union ein ernsthaftes Interesse an einer
Verbesserung des Verbraucherschutzes gehabt hätte, dann hätte sie den
Vermittlungsausschuss angerufen, anstatt das Vorhaben zu Fall zu
bringen.
    
    Der NABU sehe in dem jüngsten Nitrofen-Skandal einen weiteren
Beleg für die Dringlichkeit einer zügigen und umfassenden
Verbraucherinformation. "Wer Mauscheleien und Vertuschung verhindern
will, muss alle Akteure zu Transparenz zwingen", so der
NABU-Präsident. Der vorliegende Entwurf des
Verbraucherinformationsgesetzes sei ein großer Schritt in diese
Richtung. Allerdings müsse neben den Behörden auch die Industrie in
eine umfangreiche Auskunftspflicht eingebunden werden. Hier bestehe
auch bei dem aktuellen Gesetzentwurf noch deutlicher
Nachbesserungsbedarf.
    
    
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Für Rückfragen:
Florian Schöne,
NABU-Agrarexperte,
Tel. 0228-4036-169

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