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NABU

NABU verurteilt Genehmigung für CASTOR-Transporte

Bonn (ots)

Der Naturschutzbund NABU hat die heute bekannt
gewordenen Genehmigungen für fünf innerdeutsche CASTOR-Transporte
innerhalb der nächsten zwei Jahre als skandalös bezeichnet.
NABU-Präsident Jochen Flasbarth warf der Bundesregierung vor, sich
mit dieser Entscheidung kurz vor Wiederaufnahme der Konsensgespräche
selbst immer weiter ins Aus zu manövrieren: "Ohne Not präsentiert die
Bundesregierung der Atomindustrie die Möglichkeit der
Pseudo-Entsorgung auf dem Silbertablett und gibt damit ihr
schlagkräftigstes Argument für einen raschen Ausstieg - die
ungesicherte Entsorgung - aus der Hand." Der NABU frage sich nun, auf
was die Bundesregierung bei den Ausstiegsverhandlungen noch setzen
wolle: "30 Jahre Laufzeit, fünf genehmigte CASTOR-Transporte - die
Energiewirtschaft zittert schon jetzt vor Angst angesichts des
rot-grünen Kuschelkurses!"
Für den NABU bestehen nach wie vor erhebliche Zweifel an der
Sicherheit der CASTOR-Transporte. Eine erneute
Grenzwertüberschreitung durch Oberflächenkontamination sei bei dem
derzeitigen Behälterkonzept keineswegs auszuschließen. "Vor allem
aber ist es Augenwischerei, das Verbringen von abgebrannten
Brennelementen in Zwischenlager als Entsorgungsweg zu deklarieren",
so Flasbarth. Eine echte Entsorgung, also ein langzeitsicheres
Endlager, sei derzeit nicht in Sicht und vermutlich nie zu
realisieren. Folgerichtig müsse die Atommüllproduktion durch einen
raschen Atomausstieg beendet werden sagte Flasbarth: "Wenn meine
Badewanne überläuft, drehe ich doch zuerst den Wasserhahn zu, bevor
ich den Wischlappen hole."
Für Rückfragen:
Frank Musiol, NABU-Energiereferent, 
Tel. 0228/4036-164

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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