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Zehn Jahre Weltpark Antarktis
Greenpeace feiert Jubiläum - Auch Nordpolarregion muss geschützt werden

Hamburg (ots)

Vor zehn Jahren trat das Schutzabkommen für die
Antarktis in Kraft - ein Höhepunkt des globalen Umweltschutzes. Das 
Abkommen, das den Kontinent mit seinem empfindlichen Ökosystem seit 
14.1.1998 für 50 Jahre vor der Ausbeutung seiner Rohstoffe bewahrt, 
kam vor allem durch die Greenpeace-Kampagne "Weltpark Antarktis" 
zustande. Das Abkommen erklärt die Antarktis zu einem "dem Frieden 
und der Wissenschaft gewidmeten Natur-Reservat". Doch inzwischen hat 
die Jagd nach Rohstoffen auf der anderen Seite der Erde begonnen: Im 
vergangenen Jahr haben die ersten Anrainerstaaten der Arktis ihre 
Gebietsansprüche angemeldet, um vor allem nach Öl zu suchen.
"Der Weltpark Antarktis ist einer der größten Erfolge von 
Greenpeace, erstmals wurde ein ganzer Kontinent unter Schutz 
gestellt", sagt Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace.
"Doch nun droht die Zerstörung der Arktis. Das Wettrennen, das um die
dortigen Rohstoffe begonnen hat, muss umgehend beendet werden. Wir 
brauchen auch für die Arktis ein umfassendes Schutzgebiet."
Greenpeace hat alles darangesetzt, dass der erste Weltpark der 
Erde in der Antarktis Wirklichkeit werden konnte. Es ging darum, die 
Wildnis zu schützen und die Tradition internationaler Zusammenarbeit 
sowie wissenschaftlicher Arbeit zum Wohle der Menschheit einzusetzen.
Während der Kampagne, die 1983 startete, führte Greenpeace 
Umweltinspektionen an den Stationen von Antarktis-Vertragsstaaten 
durch, die sich auf die Ausbeutung der Bodenschätze in der 
Südpolarregion vorbereiteten. Von 1987 bis 1991 unterhielt Greenpeace
sogar eine eigene Kontrollstation. Mit Aufnahmen der Sprengung von 
Pinguin-Brutplätzen, die dem Bau von Landebahnen der französischen 
Station im Weg waren, und weiteren Aktionen konnten die 
Umweltschützer international so viel Aufsehen und Empörung erzeugen, 
dass die Vertragsstaaten sich 1991 in Madrid auf ein Abkommen 
einigten. Erst am 16. Dezember 1997 ratifizierte Japan als letzter 
der 26 stimmberechtigten Staaten das Abkommen, das einen Monat später
in Kraft trat.
Der Schutzvertrag bietet keine völlige Sicherheit für die Wildnis 
der Antarktis. Im angrenzenden Südpolarmeer sind die Fischbestände 
durch zerstörerischen Fangmethoden und die illegale Fischerei 
bedroht. Auch das Walschutzgebiet wird immer wieder verletzt: 
japanische Walfänger töten jährlich hunderte Wale unter dem 
Deckmantel der Wissenschaft. Auch in der laufenden Fangsaison wollen 
sie bis zu 925 Minke- und 50 vom Aussterben bedrohte Finnwale 
schießen. Aktivisten an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" 
haben am Samstag die Walfangflotte im Südpolarmeer aufgespürt und 
verfolgen sie seitdem.
Achtung Redaktionen: Rückfragen zur Geschichte des Schutzvertrags 
bitte an Greenpeace-Sprecher Gerhard Wallmeyer, Tel. 0171-8781 190. 
Fragen zur aktuellen Situation und der Relevanz für den Klimaschutz 
beantwortet Thilo Maack, Tel. unter 0171-8780 841. Fotos erhalten Sie
über Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-6032 532. TV-Material: 
Tel. 0173-608 8620. Internet: www.greenpeace.de

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