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Balkonkraftwerke: ohne richtige Montage absturzgefährdet

Wiesbaden (ots)

Mini-Solaranlagen für Balkon oder Garage boomen weiter. Sie versprechen Einsparungen bei den Stromkosten - und sind recht einfach zu installieren. Doch genau das birgt Risiken: Werden Balkonkraftwerke unsachgemäß befestigt, kann es bei einem Schaden teuer werden. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Balkonkraftwerke bestehen meist aus einem oder zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter und einem Anschlusskabel. Der erzeugte Strom wird direkt in den Haushaltsstromkreis eingespeist. Unter günstigen Bedingungen können die Anlagen mehrere hundert Kilowattstunden pro Jahr liefern und damit die Stromkosten spürbar senken. "Die Technik ist unkompliziert - entscheidend ist jedoch, dass die Module fachgerecht installiert und ausreichend gesichert sind", sagt Cornelia Flörcks von der R+V Versicherung.

Windlast nicht unterschätzen

Am Balkongeländer oder auf frei liegenden Flachdächern sind Solarmodule ständig Wind, Regen und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Besonders bei Sturmböen wirken erhebliche Kräfte auf Halterungen und Verschraubungen. "Reichen die Befestigungen nicht aus oder sind sie nicht exakt auf den Montageort abgestimmt, können sich Bauteile lockern oder verformen", warnt R+V-Expertin Flörcks. Im Extremfall lösen sich Teile der Anlage und beschädigen beispielsweise parkende Autos - oder verletzen sogar Passanten. Wichtig ist das Material des Befestigungssystems: Edelstahl oder verzinkter Stahl etwa sind stabil und langlebig.

Versicherungsschutz vorab prüfen

Neben der sorgfältigen Montage gilt: Den Versicherungsschutz prüfen, bevor die Anlage in Betrieb geht. In vielen Fällen sind Balkonkraftwerke über bestehende Hausrat- und Haftpflichtversicherungen abgesichert. Vorausgesetzt, sie dienen ausschließlich der privaten Stromversorgung und sind fachgerecht installiert. Zudem gilt: "Wer den Versicherer nicht über die Balkon-Solaranlage informiert, riskiert im Schadenfall Einschränkungen beim Versicherungsschutz", erklärt Cornelia Flörcks.

Wird die Anlage beschädigt - etwa durch Sturm, Hagel oder Feuer -, greift in der Regel die Hausratversicherung im Rahmen der vereinbarten Bedingungen. Entstehen durch die Anlage Schäden bei Dritten, kommt die private Haftpflichtversicherung für berechtigte Ansprüche auf. Ob eine Vertragsanpassung notwendig ist oder zusätzliche Beiträge anfallen, hängt vom jeweiligen Tarif ab. Gerade bei älteren Policen empfiehlt sich eine Überprüfung.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

  • Vor dem Kauf prüfen, ob sich die Halterung anwinkeln lässt: Durch einen verstellbaren Neigungswinkel lässt sich die Energiegewinnung verbessern.
  • Welche Himmelsrichtung ist ideal? Es gibt keine Standardlösung, wie die Panels am besten ausgerichtet werden. Das unterscheidet sich von Haushalt zu Haushalt.
  • Vor Ort nach Förderprogrammen fragen - manche Städte und Bundesländer unterstützen Balkonkraftwerke finanziell.

Pressekontakt:

R+V-Infocenter
06172/9022-131
ruv-infocenter@arts-others.de
http://infocenter.ruv.de

Original-Content von: R+V Infocenter, übermittelt durch news aktuell

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