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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Nachhilfe: Kinder nicht überfordern, von Louisa Knobloch

Regensburg (ots) - Nachhilfe boomt - immer mehr Kinder bekommen nach der Schule noch Zusatzunterricht. Dieser Trend ist bedenklich. Grundsätzlich ist Nachhilfe zwar nichts Schlechtes. Wer Probleme mit der Kurvendiskussion hat oder mit der lateinischen Grammatik auf Kriegsfuß steht, dem können die zusätzlichen Lerneinheiten dabei helfen, im Unterricht wieder mitzukommen. Wenn allerdings schon Dritt- und Viertklässler zur Nachhilfe geschickt werden, damit sie ja den Übertritt aufs Gymnasium schaffen und sich dann dort nur mit noch mehr Nachhilfe halten können, dann läuft etwas schief. Viele Eltern wollen unbedingt, dass ihr Kind das Gymnasium besucht, damit ihm später alle Wege offen stehen. Wenn sich das Kind aber permanent überfordert fühlt, führt das nur zu Frust. Eine andere Schulform kann hier die bessere Wahl sein - dann braucht man vielleicht auch weniger Nachhilfe.

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