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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zur Videoüberwachung

Regensburg (ots) - Es stimmt: Überwachungskameras garantieren keine Sicherheit. Zudem hinterlassen sie ein mulmiges Gefühl: Bin ich an einem besonders gefährlichen Ort? Was passiert denn eigentlich mit den Bildern? Wie lange werden die gespeichert - und wer sieht mich da eigentlich? Und trotzdem ist Videoüberwachung ein geeignetes Mittel der Abschreckung und Prävention. Wer weiß, dass er bei einer Straftat gefilmt werden kann, zögert vielleicht. Und wer bei einem Verbrechen gefilmt wurde, ist leichter zu ermitteln, als wenn die Tat nicht auf Video festgehalten worden wäre - so banal es klingt. Das aber ist keine Rechtfertigung dafür, an möglichst vielen Orten Kameras zu installieren. Bewegungsprofile von Unschuldigen zu erstellen, muss tabu bleiben. Eigentlich ist es ganz einfach: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist sinnvoll. Der Sinn ist Definitionssache - siehe Vorratsdatenspeicherung.

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