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Mittelbayerische Zeitung: Schädliche PR
Kommentar zum Bahn-Streik

Regensburg (ots) - Tatsächlich gibt es Situationen, in denen volle Transparenz eher hinderlich ist. Zum Beispiel bei schwierigen Verhandlungen. Erfolgreiche Abschlüsse werden üblicherweise im Stillen erzielt. Deshalb ist es alles andere als wahrscheinlich, dass der jüngste Vorschlag vonseiten der Bahn unmittelbar zum Ziel führt. Denn wenn der ansonsten in dieser Auseinandersetzung zurückhaltende Bahn-Chef Grube publikumswirksam an die Front geht und einen Schlichter Platzeck vorschlägt, dann tut er das auch ganz stark in der Absicht, Sympathiepunkte der Öffentlichkeit zu gewinnen. Deshalb liegt GDL-Chef Weselsky keineswegs so sehr neben der Spur, wenn er die Aktion als PR-Gag bezeichnet. PR ist es allemal - um den Gegner Weselsky weiter unter Druck zu setzen. Doch der weiß selbst, dass er vom Sympathieträger inzwischen so weit entfernt ist wie Kim Jong-un von der Mitgliedschaft bei Amnesty International. Hoffnung auf eine Einigung der Kampfhähne besteht erst, wenn sich die Kontrahenten in Ruhe zurückziehen und öffentlichkeitswirksames Getöse einstellen.

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