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Mittelbayerische Zeitung: Aufklärung tut Not
Kommentar zu Google

Regensburg (ots) - Es gibt Unternehmen, die sich durch Diffamierung der Mitbewerber, Preisverschleierung oder Korruption eine marktbeherrschende Stellung ergaunern. Es gibt andere - und zu denen gehört wohl Google -, die den Markt beherrschen, weil sie konkurrenzlos gut sind. Das ändert nichts daran, dass die Politik ihre Marktmacht und ihren Einfluss so zähmen muss, dass sie den einmal gewonnenen Status nicht missbrauchen oder zementieren können. Bei einer Suchmaschine, die uns allen als Werkzeug für unseren ganz persönlichen Blick auf die Welt dient, ist das aber besonders schwierig. Die Methoden, unsere geheimsten Wünsche aus Suchanfragen und unseren Bewegungen im Netz abzuleiten, werden immer raffinierter. Es gibt inzwischen eine ganze Literatur, die vor den Folgen warnt - mit einem Mausclick kann man die Titel googeln. Die Welt ist dank modernster Datenverarbeitung für uns zugänglich und transparent wie nie zuvor - aber wir Nutzer sind es umgekehrt eben auch. Deshalb muss zum Wettbewerbsrecht und guter Gesetzgebung ein drittes Element hinzukommen, wenn man sich Google & Co. nicht kampflos ausliefern will: Medienerziehung und Aufklärung. Wir sollten die Verantwortung für unsere persönlichen Daten nicht allein den Politikern überlassen - im eigenen Interesse.

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