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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Außenpolitik Obamas: Zweischneidig von Christian Kucznierz

Regensburg (ots) - Obama hat außenpolitisch nichts Neues erzählt. Wie könnte er auch? Nach den Kriegen im Irak und in Afghanistan ist sein Land müde - und vor allem pleite. Die Strategie, die er in West Point vorgestellt hat, bedeutet vor allem eines: Die Verbündeten müssen ran. Die USA werden ihnen zwar wenn nötig zur Seite stehen, aber die Arbeit nehmen sie ihnen nicht mehr ab. Was im ersten Moment beunruhigend klingen mag, hat auch seine guten Seiten. Denn die USA werden nicht immer von einem Präsidenten geführt werden, dessen Sache militärische Kraftmeierei nicht ist. Unter einem Hardliner im Weißen Haus hätte sich der Konflikt in der Ukraine vielleicht schon längst zu einem grenzübergreifenden ausgewachsen. Allerdings zeigt das Elend von Millionen von syrischen Flüchtlingen, dass Außenpolitik unter Obama auch bedeuten kann, im falschen Moment wegzusehen.

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