Mittelbayerische Zeitung

Mittelbayerische Zeitung: Der Reformmotor stottert
Kommentar zur ADAC-Hauptversammlung

Regensburg (ots) - Ein Neustart sollte es werden, doch nach der Hauptversammlung des ADAC drängt sich eher das Bild eines Sportwagens auf, dessen Motor stottert. Wie schnell der ADAC wieder in Fahrt kommt und wo die zweifellos vorhandenen Reformbemühungen enden, bleibt im Ungefähren. Der Form nach ist der ADAC ein Verein. Fast 19 Millionen Mitglieder hat er. Bezogen auf die Mitgliederzahl fährt er also noch immer den meisten Vereinen in Deutschland davon. Das Problem: Die Mitglieder haben fast nichts zu melden. Bei der politischen Meinungsbildung werden sie bislang nicht eingebunden und das, obwohl der ADAC sich massiv in die Verkehrs- und Umwelpolitik einmischt. Auch in Saarbrücken blieben die Funktionäre weitgehend unter sich. Einige Ansätze stimmen vage optimistisch. Interimspräsident August Markl gelobt Besserung: "Wirtschaftliche Ziele" werde man künftig "auf ein sinnvolles Maß zurückführen". Der ADAC startet ein internes Hinweis-System. Bearbeitet werden die Meldungen von einer externe Anwaltskanzlei, um die Unabhängigkeit der Überwachung zu gewährleisten. Der personelle Neuanfang an der Spitze lässt dagegen auf sich warten. Auch vom Vereinsstatus will der ADAC nicht lassen, obwohl er längst zu einem Konzern mutiert ist.

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