Neue Materialien dank Laser - Prof. Florian Eibl entwickelt sie an der UDE
Neu an der UDE: Florian Eibl
Neue Materialien dank Laser
Sie arbeiten präzise, effizient, berührungslos und schnell: Laser. In der modernen Fertigungstechnik ermöglichen sie völlig neue Produktionsverfahren und Materialeigenschaften. Wie sie sich optimal nutzen lassen, erforscht Prof. Dr. Florian Eibl. Er ist neuer Professor für Fertigungstechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen.
„Mich interessiert, wie Fertigungsprozesse die Eigenschaften von Materialien und Bauteilen bestimmen können. Die eingesetzte Technik ist die Schnittstelle zwischen Idee und fertigem Produkt. Erst während der Verarbeitung entscheidet sich, ob ein Werkstoff seine gewünschten Eigenschaften tatsächlich erreicht“, erklärt Prof. Dr. Florian Eibl.
Aktueller Schwerpunkt an der Universität Duisburg-Essen (UDE) sind für Professor Eibl sogenannte laserbasierte additive Verfahren. Metallische Bauteile werden hier Schicht für Schicht (additiv) aufgebaut. „Die Art der Fertigung entscheidet unmittelbar über Mikrostruktur und Eigenschaften des Materials. Moderne Anlagen, die ich mitentwickelt habe, erlauben es, den Energieeintrag des Lasers in Sekundenbruchteilen anzupassen und den Materialzustand während der Fertigung gezielt zu verändern“, so der 37-jährige.
Der UDE-Wissenschaftler möchte diese Effekte künftig allgemein nutzbar machen. „Wir untersuchen den Prozess mit hochauflösenden Messmethoden und entwickeln Ansätze, um Fertigungsprozesse in Echtzeit zu überwachen und zu regeln. Wir möchten die Materialeigenschaften gezielt einstellen – nicht nur im gesamten Bauteil, sondern auch lokal innerhalb einzelner Bereiche“, so Eibl. Relevant sind diese Ansätze etwa in der Energie- und Luftfahrttechnik, für neue Werkstoffe oder auch für medizinische Implantate mit maßgeschneiderten Eigenschaften. „Wenn wir den Herstellungsprozess wirklich verstehen und kontrollieren, können wir Materialien und Bauteile deutlich gezielter an ihre späteren Einsatzbedingungen anpassen.“
Florian Eibl studierte Maschinenbau an der TU Darmstadt (2007-2012). Danach forschte er am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT (Aachen) und wurde 2017 an der RWTH Aachen über ein neues Verfahren zum Laserstrahlschmelzen von Edelstahl promoviert. Bevor er an die UDE kam, arbeitete er seit 2018 beim Anlagenhersteller Aconity3D, der Maschinen für den 3D-Druck produziert.
Für die Presse:
Ein Foto von Prof. Dr. Florian Eibl (© UDE / Fabian Strauch) finden Sie zur Publikation unter folgendem Link:
Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Florian Eibl, Fertigungstechnik, Tel. 0203/37-93360, florian.eibl@uni-due.de
Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487, alexandra.niessen@uni-due.de
Universität Duisburg-Essen
Stabsstelle des Rektorats Hochschulmanagement und Kommunikation Ressort Presse Forsthausweg 2 ● 47057 Duisburg Ressortleitung, Pressesprecherin: Astrid Bergmeister 0203/ 37 9-2430 ● astrid.bergmeister@uni-due.de