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Viele transplantierte Jugendliche setzen ihr Spenderorgan aufs Spiel

Bonn (ots)

Organtransplantierte müssen ihre Medikamente genau nach Anweisung einnehmen. Schon kleine Nachlässigkeiten oder Dosierungsfehler können bewirken, dass das Spenderorgan abgestoßen wird. Doch genau dies geschieht öfter als vermutet - besonders bei jugendlichen Transplantierten.

Transplantierte können heutzutage praktisch ein normales Leben führen - mit einer Ausnahme: Sie müssen für den Rest ihres Lebens Medikamente einnehmen, die das Spenderorgan vor der Abstoßung schützen. Diese so genannten Immunsuppressiva wirken allerdings nur in einem sehr engen Dosierungsbereich richtig. Schon eine vergessene Tablette kann dazu führen, dass die Wirkstoffmenge im Blut unter die kritische Marke fällt und eine Abstoßungsreaktion auftritt. Solche selbst verschuldeten Krisen sind häufig: 36 Prozent aller Spendernieren werden einer Untersuchung zufolge abgestoßen, weil die Betroffenen ihre Medikamente nicht sorgfältig einnehmen. Vor allem jugendliche Transplantierte sind gefährdet: Studien zeigen, dass 45 Prozent der Jugendlichen mit einer Spenderleber nicht den Anweisungen des Arztes folgen und dadurch ihre neue Leber aufs Spiel setzen. Oftmals ist es Vergesslichkeit, die zu Fehlern bei der Einnahme führt. Doch mitunter lassen Transplantierte ganz bewusst Medikamente aus oder ändern eigenmächtig die Dosierung, weil sie sich durch Nebenwirkungen belastet fühlen. Bei anderen ist der Gesundheitszustand so gut, dass sie die Notwendigkeit einer täglichen Medikamenteneinnahme nicht einsehen. Wieder andere missachten die ärztlichen Anweisungen, weil sie nicht mit dem Tagesrhythmus zusammenpassen oder weil das soziale Umfeld ein gesundheitsbewusstes Verhalten erschwert.

Warum die Medikamente gegen die Organabstoßung so exakt eingenommen werden müssen, welche Maßnahmen hierbei helfen können und was Organtransplantierte darüber hinaus beachten sollten, verrät die kostenlose Broschüre "Zurück im Leben". Bestelladresse: Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.bgv-transplantation.de . Literaturhinweise beim BGV erhältlich.

Pressekontakt:

Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V.
c/o MedCom international medical & social communication GmbH
Dr. Heike Behrbohm
René-Schickele-Straße 10
53123 Bonn
0228 - 308210
0228 - 3082123
behrbohm@medcominternational.de
www.bgv-transplantation.de

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