Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg
Pressemitteilung: Innovative Projekte für lebendige Traditionen
Innovative Projekte für lebendige Traditionen
Sechs Nominierte dürfen auf den Innovationspreis Tourismus hoffen
STUTTGART, 23. September 2026 – Der Tourismus-Verband Baden-Württemberg (TVBW) verleiht 2027 zum vierten Mal den Innovationspreis Tourismus. Mit dem Thema „75 Jahre Baden-Württemberg – Tradition neu erleben“ rückt das bevorstehende Landesjubiläum in den Mittelpunkt. Der Preis würdigt Initiativen oder Organisationen, die Tradition und Geschichte innovativ vermitteln und somit die historischen sowie kulturellen Besonderheiten Baden-Württembergs neu erlebbar machen. Er wird in zwei Kategorien vergeben und auf der Urlaubsmesse CMT im Januar verliehen: Unter dem Schwerpunkt „Destinationen“ wurden lokale oder regionale Destinationen gesucht, die bei der Vermittlung ihrer Geschichte und Traditionen neue Wege beschreiten. Die Kategorie „Leistungsträger“ lenkt den Fokus auf private oder öffentliche Organisationen, die das Erbe eines Ortes, einer Region oder eines Unternehmens lebendig werden lassen. In jeder Kategorie wurden drei Projekte nominiert.
„75 Jahre Baden-Württemberg inspirieren uns als Verband, darauf zu schauen, was unser Land im Kern ausmacht, und gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten. Mit dem Innovationspreis Tourismus würdigen wir Projekte, die Tradition und innovative Vermittlung beispielhaft kombinieren“, sagte TVBW-Vizepräsident Dr. Hans-Ulrich Kauderer im Anschluss an die Jurysitzung in Stuttgart. Insgesamt hatten sich 39 Projekte für den Preis beworben, aus denen die Expertenjury die Nominierten ausgewählt hat. „Wir sind stolz auf die zahlreichen Destinationen und Leistungsträger, die Geschichte und Brauchtum nicht nur bewahren, sondern mit klugen Ideen heute erlebbar machen“, ergänzte TVBW-Geschäftsführerin Christine Schönhuber. „Bei so vielen tollen Bewerbungen war es nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Am Ende sind wir mit unseren Nominierungen aber sehr zufrieden.“
Die drei Nominierten der Kategorie „Destinationen“ im Überblick:
„myTuur-Schwörwochenende Ulm“ – Tradition in 21 Sprachen neu erleben (eingereicht von: Ulm/Neu-Ulm Tourismus GmbH, myTuur GmbH)
Die Ulmer myTuur GmbH als Anbieter von digitalen Stadttouren und die Ulm/Neu-Ulm Tourismus GmbH schaffen einen neuen Zugang zum Ulmer Schwörwochenende. Über eine App lässt sich die jahrhundertealte Tradition während eines Stadtrundgangs in Form von Audiodateien, Texten, Bild- und Videomaterial erleben. Mithilfe von künstlicher Intelligenz steht das Angebot derzeit in 21 Sprachen zur Verfügung. Kindgerechte Audioversionen sowie der Zugang in Einfacher Sprache sollen folgen. Die Jury lobte den Ansatz, die Hintergründe regionalen Brauchtums multimedial zugänglich zu machen und dieses Erbe vor allem auch internationalen Gästen zu vermitteln.
Playmobil-Sonderfigur „Schwarzwald Marie“ (eingereicht von: Baiersbronn Touristik)
Mit der Playmobil-Sonderfigur „Schwarzwald Marie“ vermarktet die Baiersbronn Touristik seit 2025 eine Figur, deren Herkunft auf den ersten Blick deutlich wird. Die Schwarzwälder Tracht mit rotem Bollenhut und die in der Hand gehaltene Schwarzwälder Kirschtorte vermitteln Brauchtum und einen kulinarischen Klassiker aus Deutschlands höchstem Mittelgebirge. Das seit 2026 erhältliche Nachfolgeset „Schwarzwaldpaar“ zeigt die inzwischen verheiratete Marie mit schwarzem Bollenhut und bildet damit eine weitere Facette des Brauchtums ab. Die Jury betonte den hohen identitätsstiftenden Wert der Playmobil-Figur und zeigte sich beeindruckt von der großen Medienresonanz.
„StadtLandHof“ – Tradition erleben. Zukunft gestalten. (eingereicht von: Tourismus Biberach)
Die Tourismusverantwortlichen in Biberach stellen ein Erlebnis in den Vordergrund, das Landwirtschaft, Genuss, Natur, Bildung und Begegnung verbindet. Im Zentrum des Projekts steht der 1299 erstmals urkundlich erwähnte Hochstetterhof. Der jahrhundertealte Betrieb ist heute unter anderem mit Hofladen, Café oder Events nicht zuletzt Erlebnis-, Lern- und Begegnungsort. Gemeinsam mit Partnern, etwa aus Gastronomie, Mobilität oder Vermittlung, wird regionale Wertschöpfung vom Acker bis auf den Teller erlebbar gemacht. Die Jury hob positiv hervor, wie zahlreiche Partner mit unterschiedlichen Hintergründen ein stimmiges touristisches Konzept erarbeitet haben, das Vorbildcharakter hat.
Die drei Nominierten der Kategorie „Leistungsträger“ im Überblick:
Heimat Bärenweiler – der Zukunftsort mit Vergangenheit (eingereicht von: Heimat Bärenweiler)
Nahe Kißlegg im Württembergischen Allgäu erschafft Christian Skrodzki aus einem ehemaligen Lost Place ein lebendiges Denkmal. Im frühen 17. Jahrhundert als Hospital-Stiftung gegründet, wurden die zwölf Gebäude in Bärenweiler in den letzten Jahrzehnten nach und nach stillgelegt. Skrodzki erwarb diese 2021 und übersetzt die historische Nutzung des Ortes in die Gegenwart. Er möchte in Bärenweiler wieder ein Dorfleben etablieren und einen Ort schaffen, dem sich Einheimische wie Gäste heimatlich verbunden fühlen. Die Jury lobte das persönliche Engagement Skrodzkis und seine Vision, Gäste nicht nur in eine historische Kulisse, sondern authentisches Dorfleben eintauchen zu lassen.
Neue Wege der Vermittlung: „Weissenhof 2027+“ (eingereicht von: Weissenhofmuseum/Freunde der Weissenhofsiedlung e. V., Kulturamt der Stadt Stuttgart)
Die Weissenhofsiedlung in Stuttgart feiert 2027 ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass entstehen neue Zugänge, um das Erbe der denkmalgeschützten Siedlung des Neuen Bauens zu vermitteln. Dazu gehört die App „Weissenhof 2027+“, die die historische Siedlung inklusive der nicht mehr erhaltenen Häuser über das Smartphone erlebbar macht. Eine interaktive Karte führt durch die Siedlung, während begleitende Erzählungen Hintergrundwissen vermitteln. Zusätzliche 3D-Modelle und Augmented Reality machen den Zustand von 1927 wieder greifbar. Neben der interaktiven digitalen Vermittlung hob die Jury hervor, dass viele der Inhalte zusätzlich für Kinder aufbereitet werden.
Zwischen Historie und Zukunft: 300 Jahre Engel am Bodensee – ein Hotel erfindet sich neu (eingereicht von: Hotel Engel, Langenargen)
Das Hotel Engel in Langenargen am Bodensee ist seit 300 Jahren eng mit der Geschichte des Orts verwoben. „Der Engel“ war seit jeher Austragungsort für Feiern und wichtige Anlässe und maßgeblich an der touristischen Entwicklung der Stadt beteiligt. Mittlerweile in zwölfter Generation von Familie Wittmann geführt, erlebt das Haus einen großen Umbruch, bei dem das Gebäude bis Anfang 2027 neu entsteht. Die Hotel- und damit auch Ortsgeschichte wird bewusst in Gemeinschaftsräumen und weiteren Bereichen des Hotels sichtbar gemacht. Die Jury bewunderte das tiefgreifende Bewusstsein der Eigentümerfamilie für die Verwurzelung im Ort und wie dieses den Gästen nahegebracht werden soll.
Pressekontakt: Dr. Martin Knauer Pressesprecher WIR SIND SÜDEN. Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg Marktstraße 2 70173 Stuttgart Tel: +49 (0) 711 / 2 38 58-50 m.knauer@tourismus-bw.de www.visit-bw.com

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