Shelter Now Germany e.V.

Flutopfer in Pakistan ziehen in stabile neue Häuser ein / Shelter Now stellt Baumaterial für 85 bedürftige Familien bereit

Braunschweig (ots) - Sie hatten alles verloren und haben nun wieder eine Zukunftsperspektive: 60 Familien im Nordwesten Pakistans, die bei der Flutkatastrophe im August obdachlos wurden, haben mit Unterstützung des internationalen christlichen Hilfswerks Shelter Now neue Häuser gebaut. Die aus Ziegeln errichteten Flachbauten sollen künftigen Naturereignissen weit besser standhalten als die früheren Lehmhäuser. Die Bewohner des Dorfes Mumtazabad, wo 30 Neubauten entstanden sind, begehen die Fertigstellung am 18. März mit einem Gemeindefest.

Shelter Now stellte den bedürftigen Familien gebrannte Tonziegel, Holzbalken und Stahlträger für die Dachkonstruktion zur Verfügung. "Das Fundament errichtet und die Häuser gebaut haben die Leute selbst", berichtet der deutsche Shelter Now-Direktor Udo Stolte. Errichtet worden seien zunächst Ein-Raum-Gebäude, die von den Familien je nach Bedarf erweitert werden könnten. "Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen sind bereits mit eingeplant", so Stolte. Insgesamt entstehen in drei Dörfern 85 neue Häuser - für jedes davon bringt Shelter Now knapp 1.000 Euro an Spendenmitteln auf.

"Ich fühle mich jetzt viel sicherer", sagt die Witwe Sabr Naz aus Mumtazabad, die mit ihren beiden Kindern nach der großen Überschwemmung in einem Zelt am Straßenrand leben musste. Das neue Haus sei "viel besser und stabiler" als der alte Lehmbau, der komplett zerstört wurde. Nun arbeitet sie zu Hause wieder als Näherin, um den Unterhalt für sich und die kleinen Töchter zu verdienen und Mädchen aus dem Dorf auszubilden. Dankbar äußert sich auch der Arbeiter Fayyaz Ahmad: "Mit meinem geringen Lohn hätte ich mir kein neues Heim leisten können", so der Vater von fünf Kindern.

Bei der verheerenden Flutkatastrophe im letzten Sommer waren in Pakistan 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Millionen wurden obdachlos und verloren Haus und Habe. In der besonders betroffenen Nordwestprovinz hatte Shelter als erste Nothilfe zunächst gekochte Mahlzeiten und später einfache Küchenutensilien verteilt. So genannte Jerrycans - Kanister mit eingebautem Filtersystem - liefern ein Jahr lang sauberes Trinkwasser für fast 10.000 Einwohner. Dann sollen die bei der Flut verseuchten Brunnen wieder reines Wasser zutage fördern.

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan unter dem Namen "Shelter Now International Pakistan" und seit 1988 in Afghanistan als "Shelter Now International Afghanistan" tätig. Der Name der Organisation in Deutschland lautet "Shelter Now Germany e.V.". Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt.

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