PM Einweihung des Höllwanger Amphibienweihers
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PRESSEMITTEILUNG
Einweihung des Höllwanger Amphibienweihers: Weiterer Knotenpunkt im Rettungsnetz für die Artenvielfalt am Bodensee
Mit der erfolgreichen Wiederherstellung des Höllwanger Amphibienweihers bei Überlingen baut die Heinz Sielmann Stiftung den Biotopverbund in der Bodenseeregion weiter aus.
Die Heinz Sielmann Stiftung hat gestern den renaturierten Amphibienweiher auf Hof Höllwangen bei Überlingen feierlich eingeweiht. Mit der Wiederherstellung des nahezu verlandeten Kleingewässers setzt die Stiftung einen weiteren wichtigen Baustein für den Biotopverbund in der Bodenseeregion um. Der rund 110 Quadratmeter große Weiher bietet insbesondere bedrohten Amphibien nun wieder einen geeigneten Lebensraum und trägt dazu bei, die biologische Vielfalt in der Region insgesamt zu fördern.
Technik im Dienst der Natur
Im Zuge der Gewässersanierung wurden rund 80 Kubikmeter Schlamm ausgebaggert. Außerdem wurde ein sogenannter „Mönch“ eingebaut, über den sich der Wasserstand gezielt regulieren und der Weiher bei Bedarf ablassen lässt. „Das ist notwendig, damit sich keine Fische im Weiher ansiedeln, die den Amphibienlaich fressen würden“, erklärt Dr. Tanja Schneeweis, Projektmanagerin von Sielmanns Biotopverbünden in der Bodenseeregion: „Dank dieser technischen Ausstattung kann der Weiher mit möglichst wenig Aufwand langfristig als Biotop für Amphibien erhalten bleiben.“
Kleine Biotope als Knotenpunkte im Rettungsnetz
Der Höllwanger Amphibienweiher steht nicht für sich allein, sondern reiht sich in ein weiträumiges Netz an Lebensräumen ein, das die Heinz Sielmann Stiftung in den vergangenen 20 Jahren in der Bodenseeregion aufgebaut hat.
„Die Erfahrung hat gezeigt: Ein einzelnes Gewässer kann noch so gut angelegt sein, es nützt wenig, wenn es isoliert in der Landschaft liegt“, betont Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung: „Deshalb hat sich die Heinz Sielmann Stiftung zur Aufgabe gemacht, ein möglichst engmaschiges Netz an naturnahen Lebensräumen zu knüpfen. Nur so können Arten zwischen verschiedenen Lebensräumen wandern und regionale Populationen wieder gestärkt werden.“
Erst im Verbund können diese scheinbar kleinen Maßnahmen als Rettungsnetz für die Artenvielfalt fungieren. Daher ist die Bedeutung des Höllwanger Amphibienweihers nicht zu unterschätzen. Bisher hat die Stiftung über 200 Maßnahmen in der Bodenseeregion umgesetzt.
PRESSEFOTOS
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HINTERGRUND
Sielmanns Biotopverbünde Bodenseeregion
Mit einem Spatenstich begann die Geschichte von Sielmanns Biotopverbund im Bodenseekreis: Die Anlage des Heinz-Sielmann-Weihers in Owingen-Billafingen im Jahr 2004 markierte den Beginn für die bundesweite Biotopverbundarbeit der Heinz Sielmann Stiftung. In den folgenden 20 Jahren entwickelte sich der Biotopverbund zu einem immer größeren Mosaik aus neuentwickelten und wiederhergestellten Lebensräumen für Tiere, Pflanzen und Pilze. Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion erstrecken sich heute über die Landkreise Konstanz, Bodenseekreis, Sigmaringen und Ravensburg.
Einen Biotopverbund kann man sich als ein Netz der Natur in einer von Menschen geprägten Landschaft vorstellen. Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden feinmaschig miteinander verbunden. Das ermöglicht den Lebewesen, sich anzusiedeln und sich großräumig zu vermehren, was für ihren Erhalt unabdingbar ist. Mit diesem Rettungsnetz für die Natur können wir Menschen dem rasanten Verlust der Artenvielfalt etwas entgegensetzen – eine wichtige Voraussetzung für die Bewahrung unserer eigenen Lebensgrundlagen.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Conie Riedle Freie Redakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit i.A. der Heinz Sielmann Stiftung
Mobil: +49 177 4600628 E-Mail: mail@conieriedle.de