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Studie zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland "Wissenschaft weltoffen 2006" erschienen

    Bonn (ots) - Mit "Wissenschaft weltoffen 2006" legt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) seit 2001 jährlich eine der umfassendsten Studien zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland vor. Die Studie liefert der Politik, den  Hochschulen und Medien solide Daten zum Studien- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Sie bietet Entscheidungsträgern wichtige Indikatoren, die sie als Wettbewerbs- und Steuerungsinstrumente zur Internationalisierung einsetzen können.

    Der Band präsentiert Daten zu ausländischen Studierenden und Absolventen an deutschen Hochschulen, deutschen Studierenden im Ausland, studienbezogener Mobilität im internationalen Vergleich, ausländischen Wissenschaftlern in Deutschland und deutschen Wissenschaftlern im Ausland.

    Die Zahl aller Studierenden in Deutschland - deutschen und ausländischen - ist von 2.019.465  im Studienjahr 2004 auf 1.963.108 im Studienjahr 2005 leicht zurückgegangen.

    Die Attraktivität deutscher Hochschulen für ausländische Studierende stabilisiert sich auf hohem Niveau: Die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland blieb im Studienjahr 2005 mit 246.334 nahezu konstant. Damit waren im Berichtszeitraum 12,6 % aller Studierenden in Deutschland Ausländer.

    Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Bildungsausländer um 6.000 auf 186.656 an. Der Anteil der Bildungsausländer nahm zu und liegt bei 9,5% aller Studierenden in Deutschland. Die Zahl der Bildungsausländer aus sog. Schwellenländern wächst am schnellsten. Demgegenüber stagniert die Zahl der Bildungsausländer aus Industrienationen.

    Die quantitativ wichtigsten Herkunftsländer der Bildungsausländer sind China, Bulgarien, Polen und die Russische Föderation. Vier Fünftel aller Bildungsausländer in Deutschland sind an Universitäten eingeschrieben. Überdurchschnittliche Einschreibquoten an Fachhochschulen lassen aber eine wachsende Bedeutung der Fachhochschulen für Bildungsausländer erkennen.

    Die neu eingerichteten Bachelor- und Masterstudiengänge finden bei den Bildungsausländern zunehmendes Interesse. Allerdings vollziehen sich die Zuwächse sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen mit bis zu 6 % noch auf niedrigem Niveau. Diese Entwicklung entspricht der bei deutschen Studierenden.

    8,5 % der Absolventen deutscher Hochschulen sind Ausländer, darunter 6,3 % Bildungsausländer. Die Tendenz ist in diesem Bereich steigend. Mehr als 60.000 deutsche Studierende haben im Jahr 2003 einen Studienaufenthalt an einer ausländischen Hochschule absolviert. Das Interesse am ERASMUS-Programm nimmt weiter zu.

    Die Förderung von Aufenthalten ausländischer Wissenschaftler in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen haben im Jahr 2004 über 20.000 ausländische Wissenschaftler direkt gefördert.

    Im Jahr 2002 wurden Auslandsaufenthalte von mehr als 4.000 deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt gefördert. Auch hier liegt die tatsächliche Zahl aber weit darüber.

    Vier Fünftel der geförderten Forschungsaufenthalte im Ausland dauern nicht länger als ein Jahr.

    Weitere Informationen und Bestellung:     www.wissenschaft-weltoffen.de (Preis: 29,90 EUR)

Kontakt:
Dr. Helmut Buchholt, Tel. 0228-882-434, E-mail: buchholt@daad.de

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