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Deutscher Buchpreis geht an Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD

Bonn, 20.10.2017. Der Schriftsteller Robert Menasse ist Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017. Der österreichische Autor erhält die Auszeichnung für seinen Roman "Die Hauptstadt". 1993 lebte er auf Einladung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin.

"Wir sind sehr erfreut, dass der Preis in diesem Jahr an einen Gast des DAAD-Künstlerprogramms geht. Robert Menasse gilt als profilierter Schriftsteller und Verfechter des europäischen Gedankens. Sein Schaffen zeichnet sich durch ein besonderes politisches Gespür sowie aufklärerische und philosophische Bezüge aus. Gerade in einer Zeit, in der die europäische Idee in Gefahr gerät, ist es das richtige Signal, einen Roman auszuzeichnen, der von Brüssel als europäischer Hauptstadt handelt", sagt Prof. Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). In der Begründung der Jury für den mit 25.000 Euro dotierten Preis heißt es, dass Robert Menasse den Anspruch verwirkliche, den er an sich selbst gestellt habe: "Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden.''

Robert Menasse zählt zu den bekanntesten österreichischen Schriftstellern der Gegenwart. 1954 als Kind jüdischer Eltern in Wien geboren, studierte er Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in seiner Heimat und in Italien. Sein Vater war 1938 vor den Nationalsozialisten aus Österreich geflohen und erst nach Ende des Krieges zurückgekehrt. Der literarische Durchbruch gelang Robert Menasse 1995 mit dem Roman "Schubumkehr", der während seines Aufenthaltes als DAAD-Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms entstanden ist.

Berliner Künstlerprogramm des DAAD (BKP)

Das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ist international eines der renommiertesten Stipendienprogramme für Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik und Film. Seit 1963 verleiht es jährlich und weltweit rund 20 Stipendien für einen meist einjährigen Aufenthalt in Berlin. Die Namen der über 1.000 ehemaligen Gäste belegen eindrucksvoll den Qualitätsanspruch des Programms. In den fast 50 Jahren seines Bestehens hat es damit einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Repräsentanz der zeitgenössischen Kunst in Berlin geleistet.

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien.

Der DAAD fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit. Der DAAD unterhält dafür ein Netzwerk mit 71 Außenstellen und Informationszentren und rund 500 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

2016 hat der DAAD über 130.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Der DAAD wird überwiegend aus Mitteln des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Europäischen Union finanziert.

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