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Neues Deutschland: Japanischer Regierungschef im NATO-Hauptquartier

Berlin (ots)

Von einem »historischen« Besuch war gestern in
Brüssel die Rede: Als erster japanischer Regierungschef machte Shinzo
Abe im NATO-Hauptquartier Station. Beide Seite haben größtes 
Interesse an einer engeren Zusammenarbeit. Schon jetzt liefert Tokio 
logistische Unterstützung für die Allianz-geführte Schutztruppe ISAF 
in Afghanistan. Noch verbietet Japans Verfassung  jede Kriegsführung.
Doch der nationalistisch-konservative Abe will mehr. Seit dieser 
Woche hat Tokio erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ein 
Verteidigungsministerium. Dort wie in Brüssel sieht man mit großer 
Sorge das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Zudem hat der 
Nordatlantik-Pakt seit längerem seine strategischen Fühler in Asien 
ausgefahren. Ein Netzwerk von Partnerschaften in der Region soll die 
globale Interventionsfähigkeit des weltgrößten Militärbündnisses 
absichern und China, das man als künftig größten Widersacher 
ausgemacht hat, bändigen helfen.
 Noch sind es Zivilisten, die bei Hilfsprojekten, Minenräumung 
und Wiederaufbau am Hindukusch nun nicht mehr parallel zur, sondern 
in enger Abstimmung mit der NATO tätig werden sollen; noch geht es um
Katastropheneinsätze, für die man schon in den nächsten Wochen 
gemeinsame Kooperationsprojekte konzipieren will. Doch arbeiten die 
regierenden Liberaldemokraten in Tokio daran, die ausschließlich auf 
den eigenen Schutz ausgerichtete pazifistische Nachkriegsverfassung 
grundlegend  zu ändern. Ausgehöhlt ist sie längst: Der Haushalt der 
hochmodernen »Selbstverteidigungsstreitkräfte« ist mit umgerechnet 31
Milliarden Euro inzwischen der zweitgrößte Militäretat der Welt.

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Rückfragen bitte an:
Neues Deutschland
Redaktion SVD 29781722

Telefon: 030/293 90 715

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