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Neues Deutschland: zur Konjunktur

Berlin (ots)

Finanzpolitisch taumelt die Große Koalition derzeit
von einer Freudenbotschaft zur nächsten: Entgegen seinen 
ursprünglichen Annahmen kann Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) für
das laufende Jahr offenbar wieder die Einhaltung des Maastrichter 
Defizitkriteriums von drei Prozent Neuverschuldung nach Brüssel 
melden. Und selbst die ehedem auf staatliche Zuschüsse angewiesene 
Bundesagentur für Arbeit fährt einen opulenten Überschuss ein, der 
die kühnsten Erwartungen übertrifft. Ursachen sind die 
konjunkturellen Lichtblicke der ersten Jahreshälfte mit ihren 
Effekten auf Steuereinnahmen und Beschäftigung sowie die herben 
Einschnitte bei der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes.
 Derweil liegt die Merkel-Mannschaft in der Gunst des Wahlvolks  im 
Keller. Es ist eben unschwer erkennbar, dass die Erfolgsmeldungen 
schon aus zeitlichen Gründen kaum mit der Großen Koalition in 
Verbindung zu bringen sind. Darüber hinaus kommt die Kanzlerin  bei 
den zentralen Themen Arbeitsmarkt und Gesundheit kaum voran, was 
selbst im Lager der Koalitionsparteien für Verstimmungen sorgt.
 Jene Disharmonien dürften noch zunehmen. Wichtige Indikatoren 
nämlich signalisieren ein merkliches Abflauen des Wachstums infolge 
der global schwächeren Konjunktur und der fiskalisch überflüssigen 
Anhebung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel. Anders als die 
jüngsten wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen sind diese Probleme aber 
hausgemacht.

Rückfragen bitte an:

Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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