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neues deutschland: Hitzel-Abdelhamid: Brandenburg braucht Antidiskriminierungsgesetz

Berlin (ots) - Es gibt "viele Einzelmaßnahmen, aber kein schlüssiges Gesamtkonzept" gegen Rassismus in Brandenburg, sagt die Antidiskriminierungsexpertin Nadja Hitzel-Abdelhamid im Interview mit der Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe). Die Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Fälle rassistischer Diskriminierung nennt Wohnungen, die »an Ausländer« nicht vergeben würden sowie ungerechtfertigten Kontrollen durch Polizeibeamte oder Kaufhausdetektive als Beispiele für Rassismus im Alltag. Beim Umgang mit Rechtsextremismus habe sich ein »Brandenburger Weg«, eine Kultur des Hinschauens etabliert. "Genau das Gleiche braucht es im Rassismusfeld", so Hitzel-Abdelhamid. So fordert sie ein "Landesantidiskriminierungsgesetz, welches auch staatliche Stellen zu diskriminierungsfreiem Handeln verpflichtet". Auch müsse die Polizei Anzeigen wegen rassistischen Beleidigungen ernst nehmen. Und schließlich sollte das zweiköpfige Team der Beratungsstelle mit den nötigen Ressourcen ausgestattet, die Zahl der Mitarbeiter erhöht werden. Im Jahr kann die Beratungsstelle nur 30 Fälle betreuen, die Zahl der Anfragen ist weit höher.

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