Alle Storys
Folgen
Keine Story von nd.DerTag / nd.DieWoche mehr verpassen.

nd.DerTag / nd.DieWoche

Neues Deutschland: Auseinandersetzungen um Spitzenkandidatur bei den Grünen und der Symbolwert

Berlin (ots)

Die Neigung, Politik als bloße Symbolpolitik zu betreiben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein Beispiel dafür sind innerparteiliche Rangeleien um Spitzenkandidaturen bei Bundestagswahlen. Im föderal gestalteten deutschen Wahlrecht gibt es solche nämlich nicht, da Kandidatenlisten nur als Landeslisten, also für die jeweiligen Bundesländer aufgestellt werden. Lediglich bei den Parteien, die mit einer möglichen Aussicht auf Regierungsführung in eine Wahl gehen, hat auch eine bundesweite Spitzenkandidatur eine reale Bedeutung: Sie sagt uns, welche Kanzlerin oder welchen Kanzler wir mit einem Sieg dieser Partei zu erwarten hätten. Das ist bei aller nüchternen Einschätzung bei der Union und bei der SPD von Belang, bei allen anderen Parteien nicht. Insofern haben die derzeit energischen Auseinandersetzungen um eine Spitzenkandidatur bei den Grünen im Kern nur einen symbolischen Wert. Oder einen eitlen: Wessen Gesicht soll im kommenden Jahr bundesweit plakatiert werden? Für diesen Zweck ist es ein ziemlicher Hohn, eine so genannte Urwahl anzustreben. Es handelt sich hier um Punkt zwei der bloßen Symbolpolitik: der Vortäuschung von Basisdemokratie. Angebracht wären Mitgliederentscheide sicher, wenn eine Partei ihre zukünftige politische Richtung neu festlegen und dies nicht allein Delegierten überlassen will. Bei allen Unterschieden zwischen Jürgen Trittin, Renate Künast, Katrin Göring-Eckardt und anderen: Darum geht es bei den Grünen nicht.

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1721

Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: nd.DerTag / nd.DieWoche
Weitere Storys: nd.DerTag / nd.DieWoche
  • 19.08.2012 – 18:19

    Neues Deutschland: zum Fall Assange: Schweden ist am Zug

    Berlin (ots) - Der Fall Assange steckt fest. Entgegen Vorabmeldungen hat der Wikileaks-Mitgründer bei seiner Rede vom »sicheren« Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London keine Fingerzeige geliefert, wie er sich einen Ausweg aus der vertrackten Kiste vorstellen kann. Indes hat er früher schon mehrfach betont, dass er sich durchaus den Fragen der schwedischen Staatsanwälte zu stellen bereit ist, in London oder ...

  • 19.08.2012 – 18:10

    Neues Deutschland: Bußgeld für Schulschwänzen sinnlos

    Berlin (ots) - Wer hat sie noch nicht gesehen: Jugendliche, die während der Schulzeit im Einkaufzentrum herumlungern und sich die Zeit vertreiben? Wenn es nach Ursula von der Leyen ginge, dann sollen die Eltern von Schulschwänzern weiter mit Geldstrafen belangt werden. Schwänzen sei der Anfang von Langzeitarbeitslosigkeit, so die CDU-Bundesarbeitsministerin. Klein-Ursula kommt aus einem wohl behüteten Elternhaus, ...