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Neues Deutschland: zur Debatte in der LINKEN-Führung

Berlin (ots) - »Man wächst zusammen, weil man sich zusammen quält« - diese kollektivbildende Strategie empfahl gestern die Trainerin der deutschen Fußballfrauen. Im Sommer, bei der WM, geht es für sie um alles. Für die LINKE geht es demnächst auch um alles - bei den noch ausstehenden Wahlen des Jahres. Gequält haben sich die Genossen in letzter Zeit ausgiebig; allerdings weniger gemeinsam, sondern eher gegenseitig. Das soll nun anders werden. Hat jedenfalls der Geschäftsführende Parteivorstand gelobt. Die zu diesem Zweck veröffentlichte Erklärung soll ein Dokument der Einheit sein und ist doch auch eines der Zerrissenheit. Es atmet die Konflikte aus allen Zeilen; der - vornehm formuliert - »breite Diskussionsbedarf« über Programmatik und Strategie besteht natürlich weiter und es wird in der Kunst und Autorität vor allem dieses Vorstands liegen, ob der Streit zur Erkenntnis oder doch wieder zur Eskalation führt. Flügelschlagen oder Flügelragout: Über diese Alternativen muss die Linkspartei sich im Klaren sein, und das gilt auch für den Fall einer programmatischen Richtungsentscheidung, bei der eine Seite den Kürzeren zieht. Von Bodo Ramelow - viel zitierter wie zitatbereiter Sozialist und Christ - stammt das Fastengelübde: »Keine Kritik an der Führung bis Ostern.« Das wäre eine allzu kurze Rekonvaleszenzfrist für die angeschlagene Parteispitze.

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