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Neues Deutschland: zum Urteil von Karlsruhe zu Kfz-Kennzeichen

Berlin (ots)

Die Erfassung der Autokennzeichen hält nicht auf
und bleibt meistens unbemerkt. Das ist - aus Sicht der Schnüffler - 
der Vorteil der meisten Überwachungsmaßnahmen. Müsste jeder 
Kfz-Halter vor der Auffahrt zur Autobahn seinen Ausweis vorzeigen, 
gäbe es deutlich mehr Widerstand gegen die immer uferloseren 
Befugnisse staatlicher Sicherheitsbehörden. Mit seinem Urteil vom 
Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht  einen weiteren tiefen 
Einschnitt in Grundrechte abgeschwächt. Fast alle bestehenden 
Ländergesetze zum automatisierten Kfz-Kennzeichenabgleich müssen nun 
hinsichtlich Anlass und Zweck konkretisiert werden. 
Kennzeichenkontrolle als polizeiliche Routine wie in Hessen  geht 
nicht länger.
 Bisher folgten die Maßnahmen der Idee Rasterfahndung; irgendwas muss
sich ja finden, wenn Millionen Bürger überprüft werden. Die Rechnung 
war tatsächlich nicht falsch, bei so vielen Daten, wie in den letzten
Jahren über jeden Bürger gesammelt wurden. Verwechslungen und 
Missbrauch können leicht passieren. Kein Bürger ist mehr sicher, dass
er nicht in irgendeiner Straftäter-Kartei landet - entweder, weil er 
politisch aktiv ist, oder auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort.
 Je mehr der Staat überwacht, desto größer wird der 
Konformitätsdruck. Gerade regierungskritische Zeitgenossen müssen 
damit rechnen, dass sie ausgeforscht werden, ohne je davon zu 
erfahren. Nun hat der Staat erfahren müssen, wo seine Grenzen sind.

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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