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NRZ: Verdi beharrt darauf: Schlecker plant massiven Stellenabbau. Offener Streit entbrannt

Essen (ots)

Um den drohenden massiven Stellenabbau bei Schlecker
ist ein offener Streit
zwischen dem größten deutschen Drogerieunternehmen und der 
Gewerkschaft
Verdi entbrannt: Die für den Handel zuständige Sprecherin des
Verdi-Bundesvorstandes in Berlin, Cornelia Haß, beharrte am 
Donnerstag auch
nach einem Dementi von Schlecker auf der Darstellung, dass das 
Unternehmen
rund 4.000 Filialen in Deutschland schließen wolle und damit 
potenziell
rund 12.000 Arbeitsplätze extrem bedroht seien. "Uns ist durch unser
dichtes Netzwerk bekannt, dass die Filialschließungen anstehen", 
sagte Haß
im Gespräch mit der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, 
Freitagausgabe).
  Hintergrund ist laut Verdi ein hoher Wettbewerbsdruck und ein neues
Konzept mit größeren Filialen. Jeder dritte Arbeitsplatz bei 
Schlecker in
Deutschland wäre damit bedroht. Darüber hatte die NRZ in ihrer
Donnerstagausgabe berichtet.
  Schlecker erklärte in dem Dementi, die Behauptungen von Verdi seien
"völlig aus der Luft gegriffen", die Zahlen seien "frei erfunden". 
Das
schwäbische Unternehmen warf der Gewerkschaft zudem "ein
verantwortungsloses Schüren von Ängsten bei den Beschäftigten" vor.
  Verdi-Sprecherin Haß wies diesen Vorwurf als "skandalös" zurück. 
"Das ist
eine Verhöhnung der Menschen, die bei Schlecker arbeiten, wenn man 
sagt,
wir würden Ängste schüren. Das Unternehmen sorgt schon selbst genug 
dafür,
dass die Leute Angst haben. Da wird mit den Ängsten der Menschen 
gespielt."
   "Wir haben bundesweit Fälle, in denen Beschäftigten eine Änderung 
ihrer
Verträge aufgedrängt wird, um die Stundenlöhne zu drücken", sagte Haß
weiter. Verdi wirft Schlecker unter anderem vor, mit den neuen, 
größeren
Filialen "Tarifflucht" zu begehen. Beschäftigte würden aus den alten
Kleinfilialen herausgedrängt und müssten sich in den sogenannten 
XL-Märkten
neu bewerben - für weniger Lohn.

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Redaktion Wirtschaft

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